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Jahresrückblick: Diese Tiere überraschten und erfreuten uns 2019 | BR24

© Maren Lehmann/Privat/dpa

Fünf Freunde auf dem Dach - Waschbären treiben Schabernack

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    Jahresrückblick: Diese Tiere überraschten und erfreuten uns 2019

    Eine giftige Kobra als Mitbewohner, freche Waschbären auf dem Dach, ein Braunbär in Bayern und Affen, die Ratten fressen: 2019 hielt die Tierwelt einige Überraschungen für uns parat - und Streiche sowieso.

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    Waschbär-Gang treibt Schabernack auf einem Dach

    24.08.2019 nahe dem Möhnesee im Kreis Soest: Fünf tierische Freunde treiben ihr Unwesen auf einem Dachgiebel. Zwei Mädchen filmen die Streiche der gewitzten Waschbären auf dem Grundstück der Großeltern, stellen den Film online und erfreuen damit die Internet-Gemeinde. Nicht so erfreut ist dagegen die Mutter der Mädchen. Sie weist darauf hin, dass die Waschbären "schon nervig sind, auch wenn sie süß sind." Der Kontakt zwischen Mensch und Wildtier verläuft in Siedlungen selten harmonisch.

    © dpa/Collin Bleck

    Tierischer Türvorleger - Kobra belagert Mietshaus in Herne

    Giftige Kobra erschreckt Mieter in Herne

    Im August 2019 wird in der Stadt Herne, Nordrhein-Westfalen, in einem Wohnhaus eine etwa 1,60 Meter lange hellrosa Monokelkobra gesichtet. Das Mietshaus wurde daraufhin geräumt und durchsucht. Die Mieter mussten tagelang ihre Wohnungen verlassen. Sie kamen in Notunterkünften unter. Die Schlange wurde schließlich eher durch Zufall entdeckt: Aus Sicherheitsgründen ließ die Stadt das hohe Gras hinter dem Wohnkomplex abmähen. Der eingesetzte Mähroboter schreckte die Kobra auf und ein Schlangen-Experte konnte das Tier einfangen. Kobra, Boa und Anakonda: Diese Schlangen gibt's in Deutschland nur, wenn sie aus Terrarien ausbüxen. Hierzulande sind sieben Schlangenarten heimisch, nur zwei davon sind giftig - die Kreuzotter und die Aspisviper.

    © Landesamt für Umwelt

    Braunbär in der Fotofalle

    Ein Bär, ein Wolf und ein Luchs unterwegs in Bayern

    "Bitte lächeln!": Alle Wildtiere tappten nachts in Kamerafallen. Der Braunbär im Kreis Garmisch-Partenkirchen. Bislang hält er sich von Menschen fern und hat noch keine Schäden verursacht. Damit ist das Wildtier gut beraten, will es nicht enden wie "Problembär" Bruno vor 13 Jahren. Der Wolf wurde im Oberallgäu aufgenommen - von einer Fotofalle der Bayerischen Staatsforsten. Offenbar streift das Tier schon länger durch die Gegend. Auch ein naher Verwandter des Wolfs schaute schon mehrfach auf Stippvisiten nach Bayern: der Goldschakal. Heimisch ist er bei uns nicht, das könnte sich aber bald ändern, sagen Experten. Das dritte Wildtier im Bunde ist 2019 ein Luchs. Er lief im Landkreis Rottal-Inn in eine Fotofalle. Luchse sind äußerst scheu und keine Gefahr für den Menschen sagen Luchs-Experten, trotzdem wurden in Bayern in den vergangenen Jahren viele Luchse teils brutal erlegt. Ein besseres Leben haben Wildschweine in Bayern. Sie vermehrten sich dieses Jahr besonders gut, zum Ärger der Bauern und von Stadtrandbewohnern. Momentan erobern die Tiere Bayern von Franken nach Süden.

    © privat (Daniel Koller, Alexander Oswald, Christoph Mutzl, Maximilian Ertl und Dustin Sandweger)

    Biber schleppt einen Ast und bekommt menschliche Hilfe

    Biber bekommt menschliche Hilfe beim Schleppen

    Fünf Freunde aus Deggendorf hatten eine tierische Begegnung der besonderen Art. Ein Biber lief ihnen vors Auto, der einen langen schweren Ast schleppte. Einer der Männer packte spontan mit an und die Internet-Gemeinde lachte sich schlapp über das kuriose Gespann aus Mensch und Tier. Anschließend entbrannte eine Diskussion unter Usern, ob da wirklich ein Biber am Werke ist oder ein Nutria, also eine Biberratte. Experten sagen eindeutig: In dem Video ist ein Biber zu sehen.

    © Anna Holzner / Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig

    "Südlicher Schweinsaffe", eine Makakenart in Malaysia frisst eine Ratte auf einer Palmölplantage.

    Affen fressen Ratten

    Ein ekliges Bild, aber ein nützlicher Akt eines tierischen Gehilfen: Der "Südliche Schweinsaffe", eine Makaken-Art aus Südostasien, gilt als Schädling auf Palmölplantagen in Malaysia. Tatsächlich macht er aber die Palmölproduktion effektiver, indem er Ratten frisst.

    © Anselmo d'Affonseca, Instituto Nacional de Pesquisas da Amazonia

    White Bellbird / Zapfenglöckner - der lauteste Schreihals unter Vögeln

    Der lauteste Schreihals im Vogelreich

    Klein, aber umso lauter. Im Amazonasgebiet entdeckten Forscher den lautesten bisher bekannten Vogel. "White Bellbird"- oder "Zapfenglöckner"-Männchen schreien ihre Artgenossinnen rekordverdächtig laut an. Warum die nicht taub werden von dem Geschrei, ist den Wissenschaftlern (noch) ein Rätsel.

    © Mark Newton

    Australische Springspinne namens Jotus karllagerfeldi

    Springspinne nach Karl Lagerfeld benannt

    Weißer Haarschopf und schwarze Sonnenbrille waren die Erkennungszeichen des Modeschöpfers Karl Lagerfeld. Eine neu entdeckte Art von australischen Springspinnen hat Wissenschaftler an ihn erinnert. Deshalb heißt die Art nun offiziell Jotus karllagerfeldi. Auch diese Tiere haben berühmte Namenspatrone aus der Menschenwelt.

    © dpa-Bildfunk/Paul Zinken

    Berlin: Panda-Dama Meng Meng erkundet ihr Gehege im Zoo

    Panda-Babys im Berliner Zoo geboren

    Nach vielen Fehlschlägen gelang im Berliner Zoo der erste Panda-Zucht-Versuch und zwei Panda-Babys wurden geboren. Weibchen Meng Meng (6) und Männchen Jiao Qing (9) leben seit Sommer 2017 im Berliner Zoo. Die beiden Pandas sind eine Leihgabe Chinas und stammen aus einem Reservat in Chengdu. Weil die Pandas im Berliner Zoo noch jung und unerfahren in Liebesdingen sind, hatten Experten nachgeholfen: Die Panda-Dame wurde künstlich besamt. China weiß, um die Anziehungskraft seiner Panda-Bären und setzt die Tiere diplomatisch ein. Nicht jedes Land bekommt ein Tier.

    © picture alliance / dpa Themendienst

    Katzen haben einen ausgewiesenen Jagdtrieb und töten auch zahlreiche Vögel.

    Leinen-Pflicht für Katzen?

    Manche halten Katzen für fiese Raubtiere, die massenhaft Singvögel, Kröten und Mäuse töten - und dass oft zum Spaß! Wegen Deutschlands liebsten Haustieren höre man weniger Vogelgezwitscher. Umweltschützer sagen: Ja, Katzen sind ein Faktor, aber eine andere Entwicklung bedrohe die Vogelwelt mehr: das Insektensterben.

    © picture alliance / blickwinkel

    Ein Polarfuchs (Vulpes lagopus) läuft in Norwegen über Felsen.

    Polarfuchs läuft rekordverdächtig weit

    Da staunen selbst Wissenschaftler: Ein Polarfuchs-Weibchen ist von Spitzbergen über Grönland bis nach Kanada gewandert. 3.506 Kilometer in unglaublichen 76 Tagen! Das Tier trug einen Sender und lief übers Meereis, um eine neue Heimat zu finden. Auch diese Tiere haben rekordverdächtige Fähigkeiten ...

    © dpa-Bildfunk/Andrew Tilker

    Vietnam-Kantschil (Hirschferkel) im Wald

    Das Hirschferkel - lange weg, nun wieder da

    Das Vietnam-Kantschil, eine Hirschferkel-Art, ist seit Jahrzehnten erstmals wieder in freier Wildbahn gesichtet worden. Böse Zungen behaupten, es sehe aus wie eine überdimensionierte Maus. Im Osten Vietnams ist dieses eigenartige Tier nun in eine Fotofalle getapst. Fast 30 Jahre lang war die Hirschferkel-Art von der Bildfläche verschwunden.

    © picture alliance/ZUMA Press

    Hunde haben gelernt, was Frauchen und Herrchen erwarten.

    Der "Hundeblick" ist erlernt

    Können Hundeaugen lügen? Ja, können sie! Das zweitliebste Haustier der Deutschen weiß, was Menschen von ihm erwarten. Reue kennen unsere Haustiere nicht, aber sie können so aussehen. Weil wir Menschen es so wollen. Und besonders Hunde sind extrem lernfähig. Das heißt, auch Tiere tricksen. Wie wir Menschen. Lügen wir doch mehrmals am Tag - und fangen damit schon im Alter von zwei Jahren an.

    © Bayerischer Rundfunk 2019 (Screenshot aus Video)

    Fossiler Hundewelpe aus Permafrost

    18.000 Jahre alte Hunde-Mumie im Eis gefunden

    Milchzähne, Nase, Augenbrauen, Barthaare und Fell - alles noch dran an dem kleinen Hundewelpen, den schwedische Forscher am 29.11.2019 im sibirischen Permafrost gefunden haben. Hund "Dogor" soll vor 18.000 Jahren gestorben und schockgefrostet worden sein.

    © picture alliance/Mary Evans Picture Library

    Bei aller Vorfreude auf Weihnachten: Keine Schokolade für Hund und Katze!

    Warnung an Weihnachten: Keine Schokolade für Hund und Katz!

    Gerne verwöhnen wir unsere geliebten Haustiere mit Leckerli. Doch zuckerhaltige Bonbons und vor allem Schokolade sind Gift für Tiere. So rang ein Hund am 22.12.2019 mit dem Tod, nachdem er mehr als 30 Lebkuchen gefressen hatte. Nur mit einer Not-OP überlebte das Tier.