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Inmitten der Corona-Pandemie: Kongo meldet neuen Ebola-Ausbruch | BR24

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Impfung eines Kindes im Kongo.

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    Inmitten der Corona-Pandemie: Kongo meldet neuen Ebola-Ausbruch

    Die Demokratische Republik Kongo muss einen Rückschlag hinnehmen: Im Nordwesten ist das Ebola-Virus erneut ausgebrochen. Die Regierung gibt sich zuversichtlich - doch die Fiebererkrankung ist nicht ihr einziges Problem.

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    • tagesschau.de

    In der Demokratischen Republik Kongo gibt es einen weiteren Ebola-Ausbruch, nun im Nordwesten des riesigen Landes. Gesundheitsminister Eteni Longondo gab sich zuversichtlich, dass der Infektionsherd der tödlichen Viruserkrankung schnell in den Griff zu bekommen sei.

    Die Region, in der die Krankheit jetzt aufgetreten sei, habe bereits Erfahrung im Kampf gegen Ebola, sagte er. "Die Menschen dort wissen schon, was sie tun müssen, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet."

    Bereits der elfte Ebola-Ausbruch im Kongo

    Auf der lokalen Ebene sei schon am Sonntag mit den Gegenmaßnahmen begonnen worden - also noch bevor die kongolesische Regierung und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den neuen Ebola-Ausbruch offiziell bestätigten. Die Regierung werde der Bevölkerung in der Provinz Equateur jetzt sehr schnell Impfstoff und Medikamente schicken, versprach Longondo.

    Der neue Ebola-Ausbruch ist bereits der elfte im Kongo. Dabei ist der zehnte Ausbruch noch nicht vorbei: Im Osten des Kongo, etwa 1.200 Kilometer entfernt, kämpfen die Menschen seit August 2018 gegen die Fiebererkrankung. Mehr als 2.200 Menschen sind dort seitdem gestorben.

    Ebola, Masern - und jetzt auch noch Corona

    Doch die Demokratische Republik Kongo hat mit mehr zu kämpfen als den beiden Ebola-Infektionsherden. Auch die Zahl der bekannten Corona-Infektionen steigt, sie liegt über 3.300. Im Osten kommt eine Masernepidemie hinzu, mit bisher mehr als 5.600 Toten.

    Die schwierige Lage im Kongo beschäftigt die WHO immer wieder. Die Organisation werde den Kongo weiterhin im Kampf gegen Ebola, Covid-19 und den weltweit größten Masernausbruch unterstützen, sagte Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

    Für die Menschen im Kongo ist der neue Ebola-Ausbruch ein schwerer Rückschlag. Doch durch die vielen medizinischen Krisen und bewaffneten Konflikte in ihrem Land haben sie gelernt, dass sie niemals aufgeben dürfen.

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