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Influenza: Start der Grippewelle steht bevor | BR24

© dpa-Bildfunk/Maurizio Gambarini

Eine Frau liegt im Bett. Vor ihr liegen auf einem Tischchen Erkältungsmittel.

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    Influenza: Start der Grippewelle steht bevor

    Experten rechnen mit dem baldigen Beginn einer Grippewelle. Anfangs des Jahres nimmt sie meist Fahrt auf - bislang sind 1260 bestätigte Grippefälle an das Robert-Koch-Institut gemeldet worden. Höchste Zeit für Risikopatienten, sich impfen zu lassen.

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    Die Grippesaison begann offiziell im Oktober und nahm Anfang Dezember langsam an Fahrt auf. Noch verläuft sie deutlich milder als 2017/2018. Aber Experten rechnen mit einem baldigen Beginn einer Grippewelle. In der zweiten Januarwoche seien bislang rund 1.260 bestätigte Grippefälle an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet worden, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. Das war mit Abstand der höchste Wert dieser Saison. Bisher gab es in Deutschland elf gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit Grippe.

    Deutliche mehr Grippefälle als erfasst

    Die Auswertung umfasst nur einen kleinen Ausschnitt des Krankheitsgeschehens, da lediglich ausgewählte Praxen Proben einschicken und untersuchen lassen. Die realen Fallzahlen liegen deshalb weitaus höher. Die Statistik gilt dennoch als guter Gradmesser für die Grippe-Entwicklung. Bisher wurden in dieser Saison rund 3.680 von Laboren bestätigte Influenza-Fälle registriert.

    Nach der neuen RKI-Definition von Influenza, die seit Anfang des Jahres gültig ist, reicht eine Labordiagnose für die Erfassung. Auf diese Weise soll unter anderem der Ermittlungsaufwand bei den Gesundheitsämtern erleichtert werden. Früher mussten auch die klinischen Symptome ermittelt und angegeben werden.

    Impfstoff passt heuer gut

    Die Komponenten des diesjährigen Impfstoffs passen gut zu den bislang entdeckten Viren des Typs A. Wer sich jetzt noch impfen lässt, muss allerdings bis zu zwei Wochen warten, bis der Impfschutz aufgebaut ist. Und es ist nicht sicher, dass jeder Arzt noch Impfstoff bekommt. Mehr als 15 Millionen Dosen sind insgesamt bereits verwendet worden. Mehrere Tausend Dosen wurden bereits aus EU-Ländern importiert, da sich der Bedarf nicht exakt planen lässt.

    Die vergangene Grippesaison war schwer

    Wie schwer eine Grippesaison ausfällt, lässt sich nicht vorhersagen. "Wie stark eine Grippewelle ausfällt, hängt unter anderem vom Wetter, von den aktuell vorkommenden Virustypen sowie von der Immunität in der Bevölkerung ab." Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Erlangen

    Während einer jährlichen Grippewelle werden schätzungsweise 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung infiziert. Vergangenen Winter hat die Grippe in Deutschland besonders stark gewütet. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums hat sie in der vergangenen Saison in Deutschland rund 9 Millionen Arztbesuche ausgelöst. Ein möglicher Grund: Es wurde ein Dreifachimpfstoff für Patienten der gesetzlichen Krankenkassen verwendet, der keinen ausreichenden Schutz bot.

    Jedes Jahr ein neuer Impfstoff

    Eine Grippe, auch Influenza genannt, wird durch Viren ausgelöst. Die Grippeviren sind listig und wandlungsfähig: Sie verändern sich ständig. Jedes Jahr muss daher ein neuer Impfstoff entwickelt werden, der gegen die aktuellen Influenzaviren, die gerade im Umlauf sind, wirksam ist. Jedes Frühjahr wagt die Weltgesundheitsorganisation eine Prognose: Doch für die Grippesaison 2017/18 lagen die Experten daneben, die gefährlichste Viruslinie der Saison, die Yamagata-Linie, hatten sie nicht im Blick. Und ausgerechnet dieses fehlende Virus im Grippeimpfstoff war für rund zwei Drittel aller Viruserkrankungen verantwortlich.

    Vierfachimpfstoff gegen Grippe heuer auch für Kassenpatienten

    Der von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlte Dreifachimpfstoff bot somit nicht ausreichend Schutz. Die bessere Vierfachimpfung hat kaum jemand bekommen - aus Kostengründen. In der Grippesaison 2018/19 haben nun auch Kassenpatienten Anspruch auf die teurere Grippe-Impfung mit Vierfach-Wirkstoff. Eine Grippeschutzimpfung ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) das wichtigste Mittel, um sich vor einer Grippeerkrankung zu schützen - obwohl eine Impfung keinen hundertprozentigen Schutz bietet. Sie hat eine Effektivität zwischen 40 und 60 Prozent.

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    • BR24 Redaktion
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