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Bund und Länder sind sich einig: Wegen Corona ist Homeoffice angesagt, wo immer möglich. Ein zusätzlicher Zwang? Das muss nicht unbedingt so sein.

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Homeoffice: Mancher kann Aufatmen im Corona-Korsett

Bund und Länder sind sich einig: Wegen Corona ist Homeoffice angesagt, wo immer möglich. Ein zusätzlicher Zwang? Das muss nicht unbedingt so sein. Für den eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus kann das unter Umständen Vorteile bringen.

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Von
  • Ralf Thume

Unabdingbare Voraussetzung für das Homeoffice ist natürlich, dass der Arbeitgeber mitspielt, die Art der beruflichen Tätigkeit dafür geeignet ist und dass es die Familienverhältnisse zulassen.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Mit dem Homeoffice gewinnt die Vertrauensarbeitszeit an Bedeutung: ein Konzept der Arbeitsorganisation, bei dem die Erledigung vereinbarter Aufgaben im Zentrum steht, nicht fixe Arbeitszeiten. Man kann also bis zu einem gewissen Grad selbst entscheiden, wann man was tut, um am Ende zu einem besseren Ergebnis zu kommen, nach dem Motto: Erledige Dinge nicht dann, wenn du dich erledigt fühlst.

Für einen Jetlag braucht’s keinen Flug

Damit kommt die Chronobiologie ins Spiel, der Fachbereich der Biologie, der sich mit zeitlichen Rhythmen von Organismen befasst. Ein bekanntes Forschungsobjekt: das Vogelpärchen Lerche/Eule, sprich Frühaufsteher/Langschläfer. Chronobiologen wie der Münchner Wissenschaftler Till Roenneberg untersuchen das Phänomen des sozialen Jetlags. Damit meinen sie den Unterschied zwischen der inneren Uhr und den gesellschaftlichen Zeitvorgaben: Um rechtzeitig ins Büro zu kommen, brauchen die meisten einen Wecker. Ginge es nach ihrer inneren Uhr, würden sie länger liegen bleiben. Vier Fünftel aller Menschen im Westen leiden darunter, schätzt Roenneberg.

Es war die Eule und nicht die Lerche

Entfällt der Arbeitsweg, kann der soziale Jetlag also schrumpfen und man kommt leichter auf die 8,5 Stunden Nachtruhe, die Roenneberg für nötig hält. Je weniger starr die äußeren Vorschriften, desto mehr kann sich die innere Natur wieder durchsetzen – und so manche Lerche entkommt ihrem Käfig und verwandelt sich zurück in die Eule, die sie lange nicht mehr sein durfte.

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