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Höchststand bei FSME - erstes Risikogebiet in Norddeutschland | BR24

© dpa-Bildfunk/Patrick Pleul

Das Emsland in Niedersachsen wird zum FSME-Risikogebiet erklärt

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    Höchststand bei FSME - erstes Risikogebiet in Norddeutschland

    Die Zahl der Risikogebiete für durch Zecken übertragene Hirnhautentzündungen ist in Deutschland gestiegen. Zudem gab es einen Sprung nach Norden. Erstmals gibt es nun ein FSME-Risikogebiet in Norddeutschland, im niedersächsischen Landkreis Emsland.

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    Es war ein ideales Jahr für Zecken-Viren: In Deutschland sind 2018 überdurchschnittlich viele Menschen an der Hirnentzündung FSME erkrankt, zudem hat es bei den Risikogebieten einen Sprung nach Norden gegeben. Mit 583 gemeldeten Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2006 (546) überschritten. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervor.

    Erstes FSME-Risikogebiet in Norddeutschland

    Demnach gibt es nun erstmals ein FSME-Risikogebiet in Norddeutschland, im niedersächsischen Landkreis Emsland waren vermehrt Menschen erkrankt. Die vier weiteren neuen Risikogebiete in Sachsen und Bayern (Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech, Kaufbeuren) grenzen an bestehende Risikogebiete. In Bayern und Baden-Württemberg zählen fast alle Landkreise zu den Risikogebieten, die es auch in südlichen Regionen von Hessen, Thüringen und Sachsen gibt.

    Der schöne Sommer bot Zecken gute Bedingungen

    Eine RKI-Sprecherin sagte, Schwankungen der Werte seien bei FSME üblich. Vermutlich habe der gute Sommer 2018 günstige Bedingungen für die Übertragung von FSME-Viren geschaffen. Menschen, die in Risikogebieten Kontakt zu Zecken haben könnten, wird eine Schutzimpfung empfohlen.