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Bildrechte: Hochschule Landshut

Das Forscherteam vor einer Redox-Flow-Batterie, die an der Hochschule Landshut für Systemuntersuchungen genutzt wird

    Hochschule Landshut entwickelt Hybrid-Energiespeichersystem

    Die Hochschule Landshut koordiniert ein neues EU-Projekt zur Entwicklung eines Hybrid-Energiespeichersystems. Es soll in der Lage sein zum Beispiel bei hohen Last- oder Erzeugungsspitzen den Strom- und Energiebedarf ganz flexibel auszugleichen.

    Von
    Andreas MackAndreas MackBR24  RedaktionBR24 Redaktion

    Die Hochschule Landshut betreut ein möglicherweise zukunftsweisendes EU-Projekt. Moderne Energienetze setzen auf Wind- und Sonnenenergie. Dabei kommt es zu Schwankungen sowohl bei der Energieerzeugung als auch beim Verbrauch. Um die dabei entstehenden Leistungsspitzen abzufangen und den erhöhten Bedarf an ökologischer Energieerzeugung zu bewältigen, benötigen diese Energienetze dringend mehr dynamische Speichersysteme.

    Das Beste aus zwei Welten

    Deshalb wollen die Forscher und Forscherinnen nun mit dem Projekt "HyFlow" zwei verschiedene Systeme kombinieren: Eine Hochleistungs-Vanadium-Redox-Flow-Batterie und einen Superkondensator. "Eine Redox-Flow-Batterie besitzt eine große Speicherkapazität, lässt sich aber nur langsam auf- und entladen. Der Superkondensator hingegen verfügt über kurze Ladezeiten bei geringer Energiedichte. So soll ein Energiespeichersystem entstehen, das die Vorteile beider Systeme kombiniert: Hohe Speicherkapazität und hohe Leistung“, so Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger, wissenschaftlicher Leiter des Technologiezentrums Energie der Hochschule Landshut, der das Projekt koordiniert.

    Internationale Beteiligung

    An dem europäischen Forschungsprojekt "HyFlow" beteiligen sich elf Partner aus Deutschland, Italien, Spanien, Tschechien, Österreich, Portugal und Russland. Das Projekt wird von der EU mit vier Millionen Euro gefördert. Es dauert noch bis zum Herbst 2023.

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