BR24 Logo
BR24 Logo
Wissen

Hochsaison für Brechdurchfall: 7 Tipps gegen das Norovirus | BR24

© Stockbyte

7 Tipps gegen das Norovirus

Per Mail sharen
Teilen

    Hochsaison für Brechdurchfall: 7 Tipps gegen das Norovirus

    Vom Herbst bis zum Frühjahr hat Brechdurchfall Hochsaison. Das Tröstliche daran: Der Spuk ist meist nach 48 Stunden ausgestanden - auch, wenn die hochansteckenden Noro-Viren Ursache für den Brechdurchfall sind. Tipps, wie Sie sich schützen können.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Wer unter dem Brechdurchfall leidet, fühlt sich furchtbar. Das Tröstliche daran: Der Spuk ist meist nach 48 Stunden ausgestanden - auch, wenn Noroviren Ursache für den Brechdurchfall sind. Für die meisten Menschen ist das "große Kotzen" zwar äußerst unangenehm, aber harmlos. Doch für kleine Kinder, chronisch Kranke und alte Menschen kann Brechdurchfall aufgrund des starken Flüssigkeitsverlusts im Extremfall tödlich enden.

    Ein Drittel aller nichtbakteriellen Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern werden durch Noroviren verursacht. Bei Erwachsenen sind diese Erreger sogar für die Hälfte der nichtbakteriellen Erkrankungen verantwortlich.

    Was tun, wenn einen das Noro-Virus erwischt hat?

    Trinken, verstärkte Hygiene und Bettruhe - das ist das Einzige, was man tun kann, wenn der Noro-Virus einen erwischt hat. Medikamente gibt es nicht! Das Gefährliche am Brechdurchfall ist der Flüssigkeitsverlust. Besonders Kleinkinder und ältere Menschen trocknen sehr schnell aus. Im Extremfall müssen sie ins Krankenhaus an den Tropf. Deshalb bei diesen Patienten frühstmöglich einen Arzt holen.

    Damit es nicht soweit kommt ...

    1. Hände waschen!

    Einzig und allein Hygiene bietet einen gewissen Schutz vor dem Noro-Virus: Nach jedem Toilettengang, besonders auf öffentlichen Toiletten, nach jedem Einkauf und nach Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt mehr denn je: gründlich Hände waschen - und zwar mit warmem Wasser und Seife.

    2. Bei direktem Kontakt: desinfizieren

    Hat man Kontakt mit Erbrochenem oder Stuhl eines Erkrankten, zusätzlich Desinfektionsmittel beim Händewaschen benutzen. Wichtig: Es muss auch gegen Viren wirksam sein.

    3. Heiß waschen

    Versteht sich von selbst: Handtücher und Waschlappen des Kranken nicht mitbenutzen. Diese bei 60-95 Grad mit Vollwaschmittel waschen. Das gilt auch für Bettwäsche und Kleidung des Kranken.

    4. Toilette desinfizieren

    Die Toilette desinfizieren, wenn ein Kranker sie benutzt hat. Wenn möglich, sollten gesunde Familienmitglieder eine andere Toilette benutzen. Auch wenn der Erkrankte wieder gesund ist: Die Kontaktflächen der Toilette gründlich reinigen. Denn auch wenn der gerade wieder Gesunde keine Symptome mehr zeigt, scheidet er noch bis zu drei Wochen das Virus aus!

    5. Geschützt putzen

    Ist jemand erkrankt und hat Bad und Toilette benutzt, Türgriffe, Waschbecken, Toilette, Böden mit Gummihandschuhen und Mundschutz gründlich reinigen - dabei Einmaltücher verwenden, denn sonst verbreiten sich die Viren via Putzlappen ungehindert weiter.

    6. Kontaktsperre

    Bis auf den Pflegenden sollten andere Familienmitglieder möglichst wenig Kontakt zum Kranken haben. Gefährdet sind besonders ältere Menschen und Kinder.

    7. Nicht für andere kochen!

    Erkrankte sollten kein Essen für andere zubereiten.