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Magische Juninächte: Glühwürmchen im Liebestaumel | BR24

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Auf geht's: Heute Nacht können Sie Glühwürmchen beim Hochzeitstanz beobachten!

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Magische Juninächte: Glühwürmchen im Liebestaumel

Glühwürmchen werden auch Johanniskäfer genannt, denn ab Johannis (23./24. Juni) entfalten sie ihre Leuchtkraft. Sie tanzen ihren Hochzeitswalzer in Parks, an Wald- und Feldrändern. Auf geht‘s: Glühwürmchen gucken!

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Grün leuchtende Punkte in der Luft oder im Gras gesehen? Kann im Juni und Juli durchaus vorkommen: Um den 23. Juni herum ist Glühwürmchen-Paarungszeit und damit Glimmer-Hochsaison! Weil am 23. Juni Johannistag ist, werden Glühwürmchen auch "Johanniswürmchen" genannt. "Wurm" ist aber eigentlich verkehrt: Glühwürmchen sind Leuchtkäfer (Lampyridae).

Juni ist die Zeit der Glühwürmchen

Das zarte Leuchten der acht bis zehn Millimeter kleinen Glühwürmchen geht besonders stark von den Weibchen aus: Sie knipsen kurz das Licht an und schon ist es wieder erloschen. Im Juni ziehen Glühwürmchen Naturfreunde in ihren Bann. Doch das Lichterspiel der Käferweibchen ist nicht für den Menschen, sondern für die Käfermännchen gemacht.

Glühwürmchenweibchen: je heller, desto "wow"

Je stärker ein Weibchen der Liebe wegen leuchtet, desto intensiver fühlen sich die Männchen angezogen. Die Käferweibchen arbeiten mit Leuchtstoffen, die sie im Hinterleib bilden. Sie lösen damit eine chemische Reaktion aus, die dann die Lichter produziert.

"Wer schon einmal auf einer Hochzeit des kleinen Leuchtkäfers eingeladen war, wird das Schauspiel garantiert nicht vergessen (…) Taumelnd und wie trunken vor Glück schweben die männlichen Käfer über den weichen Waldboden und suchen nach den flugunfähigen Weibchen. Mal lassen sie sich hochtragen, mal sinken sie sachte und vollkommen leise wieder hinab." Jenifer Calvi, Pressereferentin der Deutschen Wildtier Stiftung

Die Nacht der Nächte

Für die Glühwürmchen geht es in dieser einen Nacht um alles: um Fortpflanzung, den Fortbestand der Art und das Überleben.

Auf den Rausch folgt die Realität

Ist die Hochzeitsnacht vorbei, müssen die Männchen sterben. Die weiblichen Glühwürmchen dagegen überleben etwas länger und legen ihre Eier im Waldboden ab. Etwa einen Monat später, im August, schlüpft dann die neue Glühwürmchen-Generation. Der Nachwuchs macht sich sogar im Garten nützlich: Die Larven ernähren sich von Schnecken.

Lichtverschmutzung trübt das Schauspiel der Glühwürmchen

Durch die Lichtverschmutzung – verursacht durch den Menschen- verliert der Zauber der kleinen Johanniskäfer an Wirkung. Die Männchen können die Lichtsignale der Weibchen nicht mehr so gut empfangen. Doch die zauberhaften Käfer, die in Juni-Nächten glänzen und sonst unscheinbar gefärbt durchs Leben krabbeln, sind noch nicht gefährdet.

© BR

Ein Glühwürmchen Glühwürmchen zu nennen, ist eigentlich eine Beleidigung. Schauen Sie sich mal sein Vorstrafenregister an! Auch seine seltsamen Vorlieben sollten Sie kennen - dann sehen Sie es mit Sicherheit leuchten.

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