BR24 Logo
BR24 Logo
Wissen

Herbstspaziergang: Hunde keine Kastanien fressen lassen | BR24

© colourbox.com

So schön der herbst ist: Den Hund keine Kastanien fressen lassen

Per Mail sharen

    Herbstspaziergang: Hunde keine Kastanien fressen lassen

    Bei sonnigem Herbstwetter machen Gassirunden doppelt Spaß. Nichts bringt dem Hund mehr Freude, als in raschelnden Laubhaufen zu toben und mit Stöcken und Kastanien zu spielen. Doch Vorsicht: Verschluckt er dabei Kastanien, droht ein Darmverschluss.

    Per Mail sharen

    Für den Hund ist der Herbst eine spannende Jahreszeit: Riesige Laubhaufen laden zum Toben ein, fallende Blätter zum Jagen und die schönen braunen Kastanien zum Spielen und Fressen. Die aber sind für den Hund nicht ungefährlich.

    Lebensgefahr, wenn Kastanien den Darm verstopfen

    Zum Problem können die braunen Früchte werden, wenn der Hund sie in Gänze verschluckt. Kastanien sind rund und haben eine glatte, seidige Oberfläche. Sie rutschen deshalb ohne Probleme durch die Speiseröhre in den Magen. Dort zersetzen die Verdauungssäfte allerdings die glatte Oberfläche, sodass sie aufgeraut werden und nur noch schwer oder gar nicht mehr durch den Verdauungstrakt rutschen können.

    Ein Hund, der eine Kastanie verschluckt hat, kann sie dann nicht mehr ausscheiden. Sie sitzt fest und führt so zum Darmverschluss. Dann droht Lebensgefahr. Deswegen sollten Sie darauf achten, ob Ihr Hund Magen- oder Darmprobleme hat. Hat er Durchfall oder leidet er an Verstopfung? Erbricht er sich womöglich? Dann lieber schnell zum Tierarzt, um die Gefahr eines Darmverschlusses auszuschließen. Weitere Symptome wie Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen sind deutliche Alarmzeichen, dass etwas nicht stimmt.

    Vergiftungsgefahr durch Kastanien

    Wenn der Hund Kastanien zerbeißt, droht zumindest kein Darmverschluss, da die verhängnisvolle runde Form, die für eine lückenlose Verstopfung des Darms sorgt, verloren geht. Trotzdem sollten Sie Ihren Vierbeiner davon abhalten, Kastanien zu fressen. Denn die Früchte, die bei einem Spaziergang gefunden werden, sind meistens Rosskastanien - und die sind giftig. Menschen, die sie eventuell mit Esskastanien verwechseln, wird der bittere Geschmack vom Verzehr abhalten. Die Früchte sind ungenießbar.

    Rosskastanien enthalten Stoffe - wie zum Beispiel die seifenartigen Saponine - die dem Hund keine Freude machen. Im schlimmsten Fall kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Auch hier sind die Symptome Magen- und Darmprobleme, Durchfall und Erbrechen. Allerdings müsste Ihr Hund schon sehr gierig sein und eine Menge Kastanien fressen, damit es soweit kommt. Wildschweine und Damwild, für die Kinder gerne säckeweise Kastanien sammeln, haben übrigens im Verdauungstrakt Eiweißstoffe, um die Saponine abbauen zu können.