BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Hayabusa 2 wirft Landegeräte auf Asteroid Ryugu ab | BR24

© Jaxa

Asteroiden-Landegeräte MINERVA-II auf Ryugu (Computergrafik)

Per Mail sharen

    Hayabusa 2 wirft Landegeräte auf Asteroid Ryugu ab

    Zwei japanische Landegeräte haben den Anfang gemacht. Sie trennten sich von der Raumsonde Hayabusa 2 und landeten planmäßig auf dem Asteroiden Ryugu. Am 3. Oktober soll ihnen das größere DLR-Landegerät MASCOT folgen.

    Per Mail sharen
    Von
    • Claudia Sarrazin

    Am 21. September näherte sich Hayabusa 2 der Oberfläche von Ryugu, einem erdnahen Asteroiden, der gründlich erforscht werden soll. Aus circa 55 Metern Höhe wurden die beiden japanischen Lander MINERVA-II1A und MINERVA-II1B abgeworfen. Es handelt sich bei den beiden Mikrolandern um flache Zylinder mit einem Durchmesser von circa 18 Zentimetern und einem Gewicht von je 1,1 Kilogramm. Abwurf und Landung verliefen laut der japanischen Weltraumagentur JAXA erfolgreich.

    Hüpfend über den Asteroiden

    Die Landung auf einem Asteroiden ist für Landegeräte nicht gerade einfach. Die Gravitation beträgt auf Ryugu nur ein 60.000stel der Erdanziehungskraft. Deshalb durften die Lander beim Abwurf nicht zu schnell sein, weil sie sonst von der Oberfläche hätten abprallen können. Auf dem Asteroiden bewegen sich die Rover hüpfend mit einem eingebauten Sprungmechanismus fort.

    Landung von MASCOT auf Ryugu

    Am 3. Oktober soll der deutsch-französische Lander MASCOT auf der Südhalbkugel des Asteroiden abgesetzt werden. Der schuhkartongroße, zehn Kilogramm schwere Lander soll seine Messungen an verschiedenen Orten auf dem Asteroiden vornehmen. Mithilfe eines eingebauten Schwungarms kann MASCOT bis zu 70 Meter weit auf Ryugu hüpfen und sich auf diese Weise fortbewegen. Überwacht und betrieben wird MASCOT vom DLR-Kontrollzentrum in Köln aus.

    Asteroidenmission Hayabusa 2

    Die Raumsonde Hayabusa 2 hob im Auftrag der japanischen Raumfahrtagentur JAXA am 3. Dezember 2014 von Japan aus ab. Während der Mission soll der Asteroid kartographiert und Bodenproben eingesammelt werden. Am 27. Juni 2018 kam sie an ihrem Ziel an, in einer Umlaufbahn 20 Kilometer um Ryugu entfernt. Rund drei Milliarden Kilometer musste die Raumsonde zurücklegen. Ende 2020 soll Hayabusa 2 mit den Bodenproben wieder zur Erde zurückkehren.