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Harald Lesch: Wissenschaft und Politik mehr voneinander lernen | BR24

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Der Astrophysiker und Philosoph Prof. Harald Lesch setzt nicht nur in der Corona-Krise auf ein stärkeres Miteinander aller Beteiligten.

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Harald Lesch: Wissenschaft und Politik mehr voneinander lernen

Der Astrophysiker und Philosoph Prof. Harald Lesch setzt nicht nur in der Corona-Krise im Interview mit der Bayern 2-radioWelt auf ein stärkeres Miteinander aller Beteiligten.

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Harald Lesch ist Professor für Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München. Er kritisiert die "Über-Ökonomisierung" in Politikbereichen und betont:

"Ich würde auf jeden Fall dafür plädieren, dass es viel, viel mehr Plattformen geben muss, wo Wissenschaft und Politik sich begegnen, um in entscheidenden Moment sprachfähig zu sein. Dass man versteht, wenn die andere Seite etwas sagt. Also mehr voneinander lernen." Harald Lesch

Wirtschaft bestimmt die Politik

Mit Blick auf die Wissenschaftler, die derzeit im Rampenlicht stehen, sagte Lesch: "Das sind ja nicht diejenigen, die entscheiden, sondern die geben die Informationen weiter. Und die Politik reagiert auf das, was sie hört." Der Experte fügte an: "Ich würde nicht sagen, dass die Virologen jetzt die großen Stars sind, sondern sie werden zum allerersten Mal gehört. Die Wissenschaft liefert die Fakten, die Tatsachen und sie kann natürlich Empfehlungen aussprechen, aber die Entscheidungen werden natürlich von anderen getroffen - nämlich von den politischen Institutionen und Persönlichkeiten."

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In dem Zusammenhang kritisierte Lesch: "Wenn jetzt zum Beispiel die Ökonomen die Politik beraten, dann regt sich niemand auf. Dass die ganze Zeit die Ökonomie die Politik bestimmt, das ist bei uns sozusagen genetisch eingepreist. Über die Über-Ökonomisierung von politischen Entscheidungen, da hört man relativ wenig gerade im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen."

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