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Feldhamster gehen hungrig in den Winterschlaf
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Autoren

Elke Hardegger
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Feldhamster gehen hungrig in den Winterschlaf

Im Sommer fressen sich Feldhamster normalerweise ihr Fettpolster mit Getreide und Feldfrüchten an. Sie sammeln Vorräte, bevor sie sich von Oktober bis April in ihren unterirdischen Winterschlaf verkriechen. Doch die anhaltende Trockenheit bewirkte nun, dass ihre Nahrungsgrundlage an Getreide und Körner dieses Jahr viel zu gering ausfällt.

Frühe Ernte mit leeren Feldern

Die Ernte musste in vielen Gebieten um fast drei Wochen früher beginnen. Das Getreide ist aufgrund der Trockenheit notgereift und die Körner winzig klein. Nun kommt der Feldhamster nicht mehr hinterher, ausreichende Nahrung für den Winter zu sammeln und sich ein Fettpolster anzufressen. Das erschwert seine Lage zusätzlich, denn er ist bereits Opfer einer intensiven Landwirtschaft mit Monokulturen, dem Einsatz von Pestiziden und hochtechnischen Erntemaschinen. Die Felder werden gleich nach der Ernte umgepflügt und hinterlassen für die Tiere eine Wüste ohne Nahrung und Schutz. Die Chancen seine Backen voll zu bekommen und seinen Nachwuchs zu schützen, werden für die kleinen Nager immer geringer.

Feldhamster retten


In vielen Regionen ist der Feldhamster bereits ausgestorben. Früher wurde er als Schädling für die Ernte bekämpft, heute ist er ein am stärksten bedrohtes Säugetier geworden. Die Folgen der Sommerhitze macht seine Lage noch bedrohlicher. Die Deutsche Wildtierstiftung möchte nun mehr Landwirte dafür gewinnen, einen Getreidestreifen für Feldhamster stehen zu lassen, in dem sie genügend Nahrung und Schutz für sich und ihren Nachwuchs finden können.