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Halbschatten-Mondfinsternis verschleiert den Mond | BR24

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Abends am 10. Januar ist in Bayern eine Halbschatten-Mondfinsternis zu sehen. So schön blutrot wie bei einer totalen MoFi wird die Mondscheibe leider nicht, doch zwei Stunden lang liegt sie merklich im Halbschatten der Erde.

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Halbschatten-Mondfinsternis verschleiert den Mond

Heute Abend ist in ganz Bayern eine Mondfinsternis zu sehen. Doch man muss genau hinschauen: Der Mond tritt nur in den Halbschatten der Erde und hüllt sich in einen zarten, grauen Schleier. Genaue Zeiten und unsere besten Tipps, um etwas zu sehen.

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Wenn der Vollmond heute gegen halb fünf Uhr nachmittags aufgeht, ist ihm noch nichts anzusehen. Doch anderthalb Stunden später verdunkelt sich unser Begleiter ein wenig: Ab kurz nach sechs Uhr schiebt sich der Mond in den Erdschatten der Erde, bis kurz nach zehn Uhr. Wenn man davon nichts weiß, dann merkt man es vermutlich nicht einmal. Um eine Halbschatten-Finsternis zu sehen, muss man nämlich genauer hinschauen.

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Um 18.08 Uhr am 10. Januar 2020 beginnt der Vollmond, in den Halbschatten der Erde einzutreten.

Höhepunkt der Mondfinsternis und beste Beobachtungszeit

Um den Eintritt der Vollmond-Scheibe in den Halbschatten der Erde ab 18.08 Uhr beobachten zu können, braucht man ein Fernglas. Nur so ist der zarte, graue Schleier zu erkennen, der sich von links unten über die Mondscheibe schiebt. Sobald sich der Mond zu zwei Dritteln im Halbschatten befindet, ist die Mondfinsternis auch fürs bloße Auge sichtbar. Um 20.10 Uhr ist die Halbschatten-Mondfinsternis am größten. Beinahe die komplette Mondscheibe ist in den Halbschatten der Erde gerückt und um fast eine Größenklasse dunkler als normal. Der untere Rand der Mondscheibe berührt fast den Kernschatten der Erde, hier wird die Verfinsterung am deutlichsten.

Verlauf der Mondfinsternis (Zeiten für München)

  • 18.08 Uhr: Eintritt in den Halbschatten der Erde beginnt
  • 20.10 Uhr: Halbschatten-Mondfinsternis maximal, Mondscheibe fast komplett im Halbschatten
  • 20.21 Uhr: exakter Vollmondtermin
  • 22.12 Uhr: Austritt aus dem Halbschatten endet

Optimale Bedingungen

Auch wenn eine Halbschattenfinsternis lange nicht so spektakulär ist wie eine normale Mondfinsternis, sind diesmal die Bedingungen ideal zur Beobachtung: Der Mond steht auch zu Beginn der Finsternis schon hoch genug am Himmel, der zu dieser Zeit auch schon fast finster ist. Zum Höhepunkt nach acht Uhr steht er dann hoch im Osten.

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Die Halbschatten-Mondfinsternis am 10. Januar 2020 ist in ganz Europa und Asien zu sehen.

In der halben Welt zu sehen

Anders als eine Sonnenfinsternis ist eine Mondfinsternis meist in einem sehr großen Gebiet zu sehen. Die Mondfinsternis am 10. Januar beginnt, wenn der Mond über dem Südosten Portugals und Spaniens gerade aufgeht. Bei uns steht er dann schon anderthalb Handbreit hoch am Horizont, in Asien hoch am Himmel und im Osten Australiens geht der Mond gerade unter, wenn die Mondfinsternis beginnt. Nur über den amerikanischen Kontinenten bleibt der Vollmond die ganze Nacht makellos, vom äußersten Norden abgesehen.

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