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Ein Tankstutzen eines Wasserstoff-Autos

In Hof wird an einer Lösung geforscht, wie mehr wasserstoffbetriebene Fahrzeuge in ländlichen Regionen Einzug halten könnten. (Symbolbild)

Bildrechte: dpa-Bildfunk/Oliv,d ieer Dietze
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    Grüne Energie: Hofer Startup verwandelt Holz in Wasserstoff

    Um wasserstoffbetriebene Fahrzeuge in Regionen ohne Tankstellen attraktiver zu machen, will eine Firma in Hof Container bauen, in denen schon bald Wasserstoff aus Holzabfällen gewonnen werden könnte.

    Von
    Thorsten GütlingThorsten Gütling
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    In Hof wird an einer Lösung geforscht, wie mehr wasserstoffbetriebene Fahrzeuge in ländlichen Regionen Einzug halten könnten, in denen entsprechende Tankstellen noch fehlen. Wie das Unternehmen "Btx Energy" mitteilt, sollen dafür künftig mobile Container genutzt werden können, in denen Wasserstoff aus Holzpellets gewonnen wird.

    Hof: Unternehmen will aus Holzresten Wasserstoff gewinnen

    Für das Vorhaben habe die Firma, die als Start-Up aus der Hochschule Hof hervorgegangen ist, gemeinsam mit einem Partnerunternehmen einen Förderbescheid über mehr als 630.000 Euro vom Bundeswirtschaftsministerium erhalten. In den Containern soll es künftig möglich sein, aus etwa zwölf bis 15 Kilo Holz ein Kilo reinen Wasserstoff zu gewinnen. Da Holz vollständig erneuerbar sei, handle es sich um eine besonders nachhaltige Form der Energiegewinnung, heißt es aus dem Hofer Unternehmen.

    In den Containern sollen Holzreste zunächst so verbrannt werden, dass Holzgas entsteht. Aus diesem Gas wiederum soll dann der Anteil des Wasserstoffs abgespalten werden.

    Genutzt werden könnte die Technologie zunächst zum Beispiel von Sägewerken und Forstwirten, die bei ihrer Arbeit anfallende Holzreste verwenden könnten, um ihre Ware zum Kunden zu transportieren.

    Ziel: Mehr Tankstellen durch mehr Wasserstoffautos

    Dem Unternehmen zufolge könnten die Container das sogenannte "Henne-Ei-Problem" der Wasserstofftechnologie lösen. Vielerorts gebe es keine wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge, weil die Tankstellen fehlten. Diese wiederum zu installieren lohne sich aufgrund fehlender Fahrzeuge nicht. Mithilfe der mobilen Container könnten beispielsweise Kommunen sofort derartige Fahrzeuge anschaffen und so auch die Errichtung der Infrastruktur vorantreiben.

    Kosten soll ein Container mit entsprechender Tankvorrichtung rund eine halbe Million Euro, heißt es auf Nachfrage des BR von "Btx Energy". Das sei rund eine Million weniger als für den Bau einer üblichen Wasserstofftankstelle nötig sei. Erste Container sollen Ende 2024 erhältlich sein.

    Andy Gradel und Andreas Molle von "Btx Energy" stehen vor einem Versuchscontainer zur Restholzvergasung in Hof.

    Bildrechte: Btx Energy

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