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Grippe oder Erkältung? Diese Symptome sind typisch | BR24

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Grippe oder Erkältung - was sind die Symptome?

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    Grippe oder Erkältung? Diese Symptome sind typisch

    Wer hustet und schnieft, jammert oft, er habe eine Grippe. Meistens liegt man falsch, denn eine Grippe ist eine schwere Erkrankung - im Gegensatz zu einer harmlosen, wenn auch lästigen Erkältung. Wodurch unterscheiden sich die beiden Erkrankungen?

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    Eine Grippe, auch Influenza genannt, wird durch Viren ausgelöst. Diese Viren sind listig und wandlungsfähig: Sie verändern sich ständig. Jedes Jahr muss daher ein neuer saisonaler Impfstoff entwickelt werden, der gegen die aktuellen Influenzaviren, die gerade im Umlauf sind, wirksam ist. Eine echte Virusgrippe ist weit gefährlicher als eine simple Erkältung.

    Erkältungen - lästig, aber meist harmlos

    Eine Erkältung - beziehungsweise ein grippaler Infekt - ist eine einfache Infektion der oberen Atemwege. Ausgelöst werden Infektionen durch etwa 200 verschiedene Viren, die durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen werden. Die Viren vermehren sich in den Schleimhäuten der oberen Atemwege. Nasskaltes "Schmuddelwetter" begünstigt die Verbreitung der Erkältungskrankheiten.

    Mit Grippe ist man "richtig" krank

    Grippe beginnt oft schlagartig, viele fühlen sich innerhalb einer Stunde "richtig" krank. Meist bekommt man hohes Fieber (über 39 Grad). Die Frage, ob man noch zur Arbeit geht oder nicht, stellt sich erst gar nicht, weil man nur noch im Bett liegen kann. Schnupfen und starke Glieder- und Muskelschmerzen gesellen sich häufig dazu.

    Risikogruppen sind besonders gefährdet

    Für Risikogruppen bedeutet eine Grippe-Erkrankung eine echte Gefahr, denn das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf ist erhöht. Die Grippe kann lebensgefährliche Komplikationen nach sich ziehen - die bedeutendsten sind eine bakterielle Lungen- oder eine Herzmuskelentzündung. Beide können tödlich enden. Diese Verläufe müssen schnellstens mit antiviralen Medikamenten behandelt werden, sonst kann es vor allem bei immungeschwächten Personen zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen.

    Erkältung - Husten, Schnupfen, Heiserkeit

    Bei einem grippalen Infekt herrscht der Schnupfen vor und man fühlt sich schlapp. Typische weitere Symptome: leichteres Fieber, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Husten. Viele schleppen sich auch dann noch zur Arbeit - wenig sinnvoll, da so die Heilung nur verzögert wird und die Kollegen angesteckt werden. Lieber sollte man sich zu Hause auskurieren und viel trinken. Auch Inhalationen und Nasenduschen erleichtern die Symptome. Eventuell kann man seine Symptome auch durch schleimlösende Präparate lindern.

    Schlechte Kombination: Erkältung und Sport

    Erkältet, aber das Training soll nicht leiden? Jeder sollte darauf achten, was sein Körper ihm signalisiert. Wenn er sich nach Ruhe sehnt, sollte man statt auf Belastung lieber auf Erholung setzen. Denn wenn man zu früh wieder mit dem Sport oder Training beginnt, wird das Immunsystem geschwächt. Die Folgen sind ein nachhaltiger Leistungseinbruch, Müdigkeit und Erschöpfung. Schlimmstenfalls drohen eine Herzmuskelentzündung, die zum Tod führen kann, und Superinfektionen, wenn sich auf die Viren noch Bakterien setzen.

    Abstrich beim Arzt bestimmt das Virus

    Ob man nun an einer saisonalen Grippe oder an einem grippalen Infekt leidet, kann nur der Arzt wirklich feststellen. Mithilfe eines Rachenabstrichs können die auslösenden Viren bestimmt werden. Zur Ausheilung helfen vor allem Ruhe, bei hohem Fieber Wadenwickel oder fiebersenkende Medikamente.