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Nachhaltig und gesund - Tipps fürs Grillen | BR24

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Tipps für gesundes Grillen

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Nachhaltig und gesund - Tipps fürs Grillen

Die Garten-Grills warten vielerorts nur darauf, aktiviert zu werden. Fünf Tipps für alle, die gesund und klimafreundlich grillen wollen.

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1. Auf Qualität der Kohle achten

Für viele kommt nur Holzkohle in Frage – sonst brauche man ja gar nicht erst grillen. Wer auf Holzkohle nicht verzichten möchte, sollte aber möglichst zu Produkten greifen, die zertifiziert sind. Gerade bei billiger Grillkohle fehlen oft Hinweise auf die genaue Herkunft des Holzes. Das DIN-Prüfzeichen (DIN EN 1860-2) garantiert darüber hinaus, dass in der Holzkohle kein Pech, Erdöl, Koks oder auch Kunststoffe enthalten sind.

2. Holzkohle, Gas oder Solar …

Das ist Geschmackssache. Gesundheitlich ist Grillgut vom Holzkohlegrill nicht unbedingt die erste Wahl. Sobald Grillkohle und Grillgut in Kontakt treten, können krebserregende Stoffe entstehen.

3. Alternative zur Alufolie

Alu-Schalen sorgen dafür, dass das Grillgut nicht direkt mit der Kohle in Berührung kommt. Eigentlich empfehlenswert, allerdings ist die Produktion von Alufolie mit einem hohen Energieaufwand verbunden. Außerdem sollte Alu nicht mit Säuren in Verbindung kommen: Stichwort Marinaden! Besser sind Behältnisse aus Edelstahl, die sind darüber hinaus immer wieder einsetzbar.

4. Fertig mariniert oder lieber selber marinieren?

In den Metzgertheken werden oft bereits fertig marinierte Fleischteile zum Grillen angeboten. Das ist zwar praktisch, allerdings lässt sich der Frischegrad des Fleisches dann kaum mehr sicher feststellen. Außerdem sollte Grillfleisch nicht vor dem Grillen gesalzen werden, sondern erst danach auf dem Teller. Sonst sind zähe "Schuhsohlen" fast garantiert.

Bei fertigen Dips und Grillsoßen lohnt es sich immer auch, einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen. Meist sind sie extrem zuckerhaltig. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat Saucen überprüft und festgestellt, dass die zum Teil zuckerhaltiger sind als so manche Schokoladen oder andere Süßwaren. Häufig sind sie auch relativ fettreich.

5. "Bierdosenhähnchen" vom Grill

Bierdosenhähnchen sind zwar ein Gimmick. Doch ratsam ist es nicht. Das Problem sind die Dosen. Bierdosen gehören nicht auf den Grill oder in den Backofen. Aus dem Lack könnten gesundheitsschädliche Substanzen ins Lebensmittel übergehen. Auf "Bierhähnchen" muss man deswegen aber nicht verzichten. Es gibt spezielle Hähnchengriller mit Aromabehälter zu kaufen.

© Bayerischer Rundfunk

Gesund und nachhaltig grillen - also gut für die Umwelt UND die eigene Gesundheit. So klappt das. Daniela Krehl, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucherzentrale Bayern, hat wie immer den "Durchblick" ...