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Gletscher im Himalaja schmelzen rasant | BR24

© picture alliance/imageBROKER/Egmont Strigl

Blick über den Khumbu-Gletscher auf das Mount Everest Basislager, Himalaya.

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    Gletscher im Himalaja schmelzen rasant

    Ein Drittel des Gletschereises im Himalaja wird einer Studie zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts schmelzen, selbst wenn die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreicht werden. Diese Gletscher sind aber die Wasserquelle für ein Viertel der Menschheit.

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    Die am Montag vorgestellte Fünf-Jahres-Studie des Internationalen Zentrums für Integrierte Gebirgsentwicklung (ICIMOD) in Nepal untersucht die Auswirkungen des Klimawandels in der Hindukusch-Himalaja-Region. Diese Region erstreckt sich über 3.500 Kilometer durch Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, China, Indien, Myanmar, Nepal und Pakistan. Hier findet man nicht nur die höchsten Berge der Welt, die Gletscher dort speisen mit ihrem Wasser außerdem gigantische Flüsse wie den Ganges oder den Mekong.

    Gletscherschmelze trotz Klimaabkommen

    Selbst wenn die Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf 1,5 Grad begrenzt werden kann, wie es das Ziel des Pariser Klimaabkommens ist, werden in so empfindlichen Regionen wie der Hindukusch-Himalaja-Region die Temperaturen um über 2 Grad steigen, so die Forscher. Das würde ein Drittel des Gletschereises bis zum Ende des Jahrhunderts zum Schmelzen bringen. Falls die Klimaziele nicht erreicht werden, könnten die Temperaturen in der Gebirgsgegend bis zu fünf Grad steigen und damit bis zu zwei Drittel des Gletschereises verloren sein.

    Überschwemmungen und Luftverschmutzung

    Durch die Gletscherschmelze steigt zunächst die Gefahr von Überflutungen. Doch langfristig gesehen wird das Wasser knapp, da immer weniger Wasser von den Gletschern abfließen wird. In der Region ist das Schmelzwasser jedoch die wichtigste Quelle für Trinkwasser. 1,9 Milliarden Menschen sind davon abhängig, nicht nur in den Bergen, sondern auch entlang der vom Schmelzwasser gespeisten Flüsse. Es droht außerdem eine höhere Luftverschmutzung, da schwarzer Ruß, der im Gletschereis eingeschlossen ist, freigesetzt werden könnte.

    Vor allem für die flussabwärts gelegenen Länder seien die Ergebnisse "sehr alarmierend", sagte Saleemul Huq, Direktor des Internationalen Zentrums für Klimawandel und Entwicklung in Dhaka. An der Studie arbeiteten mehr als 350 Forscher und Experten aus 22 Ländern und von 185 Organisationen.