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Gibt es bald selbst heilende Zähne? | BR24

© dpa / picture alliance

Beim Zahnarzt

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    Gibt es bald selbst heilende Zähne?

    Zähne reparieren sich selbst, füllen Löcher von innen heraus auf. Ob das funktioniert, untersuchten Forscher des Londoner King’s College. Es geht darum, dass das Zahnbein unter dem harten Schmelz, nachwächst. Von Florian Falzeder

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    Die Forscher haben Mäusen kleine Löcher in die Zähne gebohrt. Dann haben sie Schwämmchen aus Kollagen, einem Eiweiß, das auch im Bindegewebe vorkommt, getränkt mit drei verschiedenen Molekülen. Die sorgen dafür, dass das Zahnbein, das Dentin, nach wächst.

    Mäuse: Gesunde Zähne in acht Wochen

    Bei den Mäusen hat es sechs bis acht Wochen gedauert, bis sich die Löcher wieder aufgefüllt haben mit Dentin. Allerdings: es gibt da noch einige Problem zu lösen. Kritiker sagen, dass bisher völlig ungeklärt ist, wie das aktivierte Kollagen-Wachstum wieder gestoppt werden kann. Doch dafür haben die Londoner Forscher offenbar eine Lösung:

    "Wenn dann das Kollagen abgebaut ist und der Wirkstoff nicht mehr vorhanden ist, dann wird auch kein Dentin mehr gebildet, somit ist das ein selbst limitierender Prozess und das hat schon einen gewissen Charme." Kerstin Galler, Professorin für Zahnerhaltungskunde, Regensburg

    Doch auch wenn das Verfahren beim Menschen funktioniert, gibt es immer noch ein paar Schwierigkeiten. Kann man den Zahn so schützen, dass das Zahnbein tatsächlich nachwachsen kann und wird das Dentin dann auch stabil genug sein? Dieser Nachweise geht in der Regel nur über Zeit. Ob innerhalb von zwei Monaten, wie bei den Mäusen, das Zahnbein so stark ist, dass es nicht beim Kauen zerbirst, wird sich zeigen müssen.

    Der Bohrer bleibt

    Und am Schluss gibt es noch ein drittes Problem. Um den Bohrer werden wir auch in Zukunft nicht vorbei kommen.