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Geminiden im Anflug: 120 Sternschnuppen pro Stunde heute Nacht | BR24

© Bayerischer Rundfunk

Es ist einer der schönsten Sternschnuppen-Regen des Jahres: Der Meteorstrom der Geminiden hat am 14. Dezember seinen Höhepunkt.

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Geminiden im Anflug: 120 Sternschnuppen pro Stunde heute Nacht

Da bleibt kein Wunsch mehr offen, außer vielleicht der nach einer größeren Wolkenlücke: Heute Nacht regnet es richtig viele Sternschnuppen. Der Meteorstrom der Geminiden hat seinen Höhepunkt. Am meisten sehen Sie, wenn Sie bis morgens ausharren.

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Wer heute Nacht lange in der Kälte aushält oder morgen Früh sehr zeitig unterwegs ist, der wird mit einem der schönsten Sternschnuppen-Regen des Jahres belohnt: den Geminiden. Zum Höhepunkt flitzen bis zu 120 sehr helle Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel.

Beste Uhrzeit für die Sternschnuppen

Heute Nacht ist die beste Zeit für die Geminiden. Bis 22.00 Uhr stört noch der Mond, danach kann's losgehen - je später, desto besser. Denn der Höhepunkt der Sternschnuppen ist in diesem Jahr erst mittags am 14. Dezember. Bei den Geminiden macht das nicht so viel aus: Fast einen Tag lang haben diese Meteore eine hohe Fallrate, die nach dem Maximum dann aber schnell wieder sinkt. Bis sechs Uhr morgen Früh lohnt sich die Sternschnuppen-Suche, erst danach setzt die Morgendämmerung ein.

Wohin muss man gucken?

Je später in der Nacht, desto besser sind die Sternschnuppen auch zu beobachten. Denn die Geminiden scheinen aus dem Sternbild Zwillinge zu kommen, das abends ab etwa 19.00 Uhr im Osten auftaucht und dann steil am Firmament empor wandert. Je höher das Sternbild, umso besser. Um zwei Uhr nachts stehen die Zwillinge fast senkrecht über unseren Köpfen - dann sind von den Sternschnuppen, die in dem Moment unterwegs sind, auch die meisten zu sehen. Morgens stehen die Zwillinge dann im Westen, immer noch hoch genug für reichlich Sternschnuppen.

Wo muss man gucken?

Auch wenn die Geminiden sehr helle Sternschnuppen sind - in der Stadt werden Sie nur wenige Meteore sehen können. Eigentlich stört jede noch so kleine Lichtquelle beim Sternschnuppen-Zählen. Suchen Sie sich lieber einen Hügel außerhalb, ein weites Seeufer oder eine andere Stelle im Finstern mit möglichst viel offenem Himmel über sich.

Als Dreingabe: ein Komet

Wer sich auf Sternschnuppen-Suche begibt, der wird heute Nacht gleich doppelt belohnt, denn neben den Sternschnuppen hat der Nachthimmel noch eine kleine Besonderheit zu bieten: Komet 46P/Wirtanen hat heute seinen kleinsten Abstand zur Sonne und ist auch der Erde relativ nah. Dadurch ist der Komet dort, wo es wirklich finster ist und der Himmel sehr klar ist, vielleicht sogar mit bloßem Auge zu sehen. Besser aber, Sie benutzen ein Fernglas auf einem Stativ.

Glückssache Wetter

Die Wetteraussichten sind für heute Nacht weder richtig gut noch richtig schlecht. Mal Wolken, mal Wolkenlücken oder auch ein heiterer Himmel. In den Niederungen kann der Hochnebel das Sternschnuppen-Vergnügen trüben. Aber vor allem: Kalt wird's! Minus zwei bis minus fünf Grad sind für Bayern vorhergesagt.