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Gefahr aus dem All gebannt - großer Asteroid rast an Erde vorbei | BR24

© Gorbunova Viktoria/Tass/dpa

14.02.2013, Russland, Tscheljabinsk: Ein Meteorit hinterlässt am Himmel über der Stadt eine weiße Spur.

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    Gefahr aus dem All gebannt - großer Asteroid rast an Erde vorbei

    Laut Weltraumagentur Esa lagen die Chancen für eine Kollision bei 1 zu 7.299. Nun aber herrscht Gewissheit: Der 50-Meter-Asteroid "2006QV89" wird im September an der Erde vorbeirasen. Ein Einschlag des Brockens hätte katastrophale Folgen gehabt.

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    Die drohende Gefahr eines Asteroideneinschlags auf der Erde mit einer Sprengkraft von rund 100 Hiroshima-Bomben ist gebannt. Der bis zu 50 Meter große Brocken "2006QV89" wird unseren Planeten verfehlen, sagte der Leiter des Büros für Planetenschutz im Satellitenkontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Darmstadt, Rüdiger Jehn, der Deutschen Presse-Agentur.

    Teleskop in Chile wurde auf Asteroid aufmerksam

    Mit einem Teleskop in Chile sei Anfang Juli ein möglicher Punkt seiner Laufbahn beobachtet worden. Wäre er dort aufgetaucht, wäre der Asteroid mit der Erde kollidiert. Von "2006QV89" war nichts zu sehen. Er könnte sich möglicherweise im September 2023 noch einmal der Erde nähern.

    Einschlag wäre September gewesen

    Der Brocken hätte im September die Erde treffen können. Die Chance für eine Kollision lag laut Risikoliste der Esa bei 1 zu 7.299. Zum Vergleich: Für einen Lottogewinn mit sechs Richtigen plus Zusatzzahl liegt die Chance bei 1 zu 140 Millionen.

    2013 verwüstete Asteroid die Stadt Tscheljabinsk

    Gesteinsbrocken aus dem All in dieser Größenordnung können immense Schäden anrichten. Vor sechs Jahren richtete die Explosion eines 20-Meter-Asteroiden in der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk Verwüstungen an. Mit einem ohrenbetäubendem Knall raste eine Druckwelle über das Land. Die Explosion des 16.000-Tonnen-Brockens verletzte am 15. Februar 2013 etwa 1.500 Menschen - meist durch geborstene Scheiben. An tausenden Gebäuden entstanden Schäden.

    Raumfahrtagentur listet 870 gefährliche Objekte

    Im Satellitenkontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtagentur in Darmstadt werden derzeit knapp 870 Objekte gelistet, die möglicherweise die Erde in den nächsten einhundert Jahren treffen könnten. "2006QV89" wird Rüdiger Jehn (ESA) zufolge in Sichtweite an unserem Planeten vorbeifliegen.