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Gefahr auf den Wiesen: Jakobskreuzkraut - schön, aber giftig! | BR24

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Jakobskreuzkraut - giftige Pflanze mit Verwechselungsgefahr

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Gefahr auf den Wiesen: Jakobskreuzkraut - schön, aber giftig!

Das Jakobskreuzkraut breitet sich seit einigen Jahren vermehrt aus. Schon geringe Mengen dieser giftigen Pflanze können zu Leberschäden führen. Vor allem Weidetiere wie Pferde und Kühe sind bedroht, doch auch im Hausgarten ist das Kraut zu finden.

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Der Name Jakobskreuzkraut bezieht sich auf die Blütezeit um den Sankt-Jakobstag am 25. Juli. Das Jakobskreuzkraut ist auch als Jakobskraut, Jakobs-Greiskraut, Spinnkraut oder Hergottsnagel bekannt. An sich sieht es mit seinen gelben Blüten ganz adrett aus, gäbe es nicht die sogenannten Pyrrolizidinalkaloide. Die können schon in geringen Mengen Leberschäden verursachen, im schlimmsten Fall droht gar Leberkrebs.

Alkaloide des Jakobskreuzkrauts im Nahrungskreislauf

Bislang existieren keine Studien, inwieweit sich Alkaloide in Tierprodukten wie beispielsweise Milch anreichern. In einigen Import-Honigsorten wurden indes bereits Konzentrationen in bedenklicher Höhe nachgewiesen.

Ungeborene sind besonders gefährdet, wenn während der Schwangerschaft große Mengen an selbstgepflücktem Gesundheitstee getrunken werden, der aufgrund von Verwechslungen, etwa mit Johanniskraut, besagte Alkaloide enthält. Das bloße Berühren der Pflanze ist hingegen ungefährlich.

Jakobskreuzkraut - Verwechslung mit Johanniskraut möglich

Das Jakobskreuzkraut gehört zu den Korbblütlern und blüht zwischen Juli und September. Es wird 30 bis 100 Zentimeter hoch, alle Pflanzenteile sind giftig. Auf den ersten Blick kann man Jakobskreuzkraut mit Johanniskraut verwechseln. Wenn Sie sich nicht hundertprozentig sicher sind: Finger weg!

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Symbolbild: Totenkopf mit Jakobskreuzkraut

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Das Jakobskreuzkraut verbreitet sich auch an Straßenrändern.

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Das Jakobskreuzkraut weist gelbe Blüten auf und ist ein Korbblütler, mit einer variablen Anzahl von Blütenblättern.

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Das Johanniskraut hingegen bildet Trugdolden und besitzt stets genau fünf Blütenblätter.

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Johanniskraut weist einen betont aufrechten Wuchs auf (30-80 cm Höhe), nicht ganz so starr wächst hingegen das Jakobskreuzkraut (30-100 cm).

Jakobskreuzkraut - Verwechslung mit Rucola

Auch bei den Blättern gibt es Verwechslungsgefahr: Rucola- und Kreuzkrautblätter sehen sehr ähnlich aus und können von Laien daher leicht verwechselt werden. Wer Kräutertees aufbrüht oder Wildkräuter für einen Salat sammelt, sollte besonders fachkundig sein.

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Die Blätter des Jakobskreuzkrautes weisen Ähnlichkeit mit Rucola auf.

Ein Kraut, viele Arten

Das Jakobskreuzkraut verbreitet sich vor allem in steilem Gelände und auf Weideflächen, die nur selten gemäht werden. Es gedeiht auf eher trockenen Wiesen und Weiden, Eisenbahnböschungen sowie Weg- und Straßenrändern. Die Pflanze ist mehrjährig: Im ersten Jahr sind nur die grünen Blätter zu sehen - eine sogenannte Rosette. Erst im zweiten Jahr blüht das Jakobskreuzkraut gelb. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 30 Kreuzkrautarten, vier davon sind giftig.

Besonders für Weidetiere gefährlich

Im Rosettenstadium wird sie eher von Tieren gefressen, weil sie noch nicht bitter schmeckt und noch nicht unangenehm riecht. Insbesondere für Kühe und Pferde ist die Pflanze sehr gefährlich: Die Giftstoffe lagern sich im Körper an und zersetzen allmählich die Leber. Diese Vergiftung kann man bislang nicht behandeln. Ziegen und Schafe hingegen bauen laut Angaben Züricher Agrarforscher in ihren Vormägen einen Teil des Giftes ab. Erfahrene Tiere scheinen die Pflanzen wegen des Geruchs und des bitteren Geschmacks eher zu meiden. Meist trifft die Vergiftung daher Jungtiere.

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Das Jakobskreuzkraut stellt für Weidetiere eine große Gefahr dar.

Auch getrocknete Pflanzen sind giftig

Problematisch ist auch, dass die Giftstoffe im Heu oder in der Silage genauso wirksam bleiben wie in der frischen Pflanze. Der bittere Geschmack verliert sich durch Trocknung oder im Silo, daher fressen die Tiere das Futter ohne zu zögern.

Jakobskreuzkraut mit Stumpf und Stiel entfernen

Beim Entfernen der Pflanzen sollte man sehr sorgfältig vorgehen - bleibt nur ein geringer Teil der Wurzel im Boden, treibt die Pflanze binnen kurzem erneut aus. Sobald man eine Kreuzkraut-Pflanze in seinem Garten entdeckt, sollte man sie sorgfältig entfernen, möglichst verbrennen oder im Hausmüll entsorgen. Besonders in der Nähe von Nutz- und Weideflächen sollte das Kraut keinesfalls geduldet werden. Mit Unkrautbekämpfungsmitteln und Maßnahmen wie häufiges Mähen und Düngen der Fläche kann man das Kraut zurückdrängen.

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