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Eine Frau gähnt.

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    Frühjahrsmüdigkeit: Woher sie kommt und was dagegen wirkt

    Im Frühjahr arbeitet unser Körper wie ein Weltmeister, um sich an den Klimawechsel zu gewöhnen. Viele Menschen reagieren auf die Umstellung mit Frühjahrsmüdigkeit und Gereiztheit.

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    Von
    • Tanja Fieber

    Die gute Nachricht vorneweg: Spätestens in ein paar Wochen ist die Müdigkeit vorbei. Und Sie können Ihrem Körper sogar bei der Umstellung im Frühjahr helfen: Gehen Sie möglichst viel an die frische Luft und ins Licht. Essen Sie viel vitaminreiches Obst und Gemüse sowie leichte Kost. Trinken Sie ausreichend Wasser - also, täglich 1,5 bis 2 Liter.

    Was gegen Frühjahrsmüdigkeit hilft

    Und: Geben Sie der Frühjahrsmüdigkeit nicht nach! Der Körper braucht Bewegung. Machen Sie Sport, aber steigern Sie Ihr Pensum langsam, wenn Sie im Winter wenig Bewegung hatten. Auch ein Spaziergang hilft. Trainieren Sie Ihren Kreislauf zudem ganzjährig mit Sauna oder Wechselduschen.

    Frühjahrsmüdigkeit trifft vor allem Menschen mit niedrigem Blutdruck und Wetterfühlige. Zudem kranke und ältere Menschen. Wer sich unausgewogen und vitaminarm ernährt, erhöht das Risiko, im Frühjahr schlapp zu sein. Wer sich allerdings im Frühjahr sehr lange und zunehmend abgeschlagen und schlapp fühlt, sollte zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.

    Was ist Frühjahrsmüdigkeit überhaupt?

    Aber was ist Frühjahrsmüdigkeit überhaupt? Wie auch der Winterblues hängt das Phänomen mit dem Wechselspiel zwischen den Hormonen Melatonin und Serotonin zusammen. Wird es im November dunkel und kalt, steigert der Körper die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Im Winter fallen wir in eine Art Mini-Winterschlaf - ja, auch heutzutage noch. Werden die Tage im Frühjahr wieder länger, heller und wärmer, drosselt der Körper die Produktion von Melatonin und kurbelt die Produktion des Wach-Hormons Serotonin an, das umgangssprachlich auch gerne Glückshormon genannt wird. Dazu muss allerdings Tageslicht auf die Netzhaut des Auges fallen. Also tragen Sie nicht immer eine Sonnenbrille.

    Doch der Körper muss noch mehr leisten: Im Winter senkt er die Kerntemperatur ab und im Frühjahr erhöht er sie wieder. An den ersten warmen Tagen weiten sich deshalb die Blutgefäße, was zu niedrigem Blutdruck, Schwindel und Kreislaufbeschwerden führen kann. Dieser Effekt tritt erst auf, wenn es ein paar Tage warm war. Zusätzlich prägen schnelle Wetterwechsel die Übergangszeiten Frühling und Herbst. Im Voralpenland auch gerne vom Wetterphänomen Föhn begleitet, der vielen sowieso auf den Kreislauf schlägt. Da kann man schon verstehen, dass der Körper müde ist - und manch einer gereizt. In den Übergangszeiten stellt sich nämlich auch unser Schlafrhythmus um und kann für unruhige Nächte sorgen.

    Es gibt auch Frühlingsgefühle statt Frühjahrsmüdigkeit

    Es gibt im Frühling aber auch ein anderes Phänomen: Frühlingsgefühle. Sie haben nichts mit Sexualhormonen zu tun, sondern ebenfalls mit dem Anstieg des Wach-Hormons Serotonin. Dazu bringt uns der Duft der wieder auflebenden Natur und mehr Licht in Stimmung. Und natürlich der Anblick von mehr Haut durch weniger Kleidung.

    Und ja, Sie dürfen jetzt auch wacher statt müder sein. Manche Menschen reagieren auf die Helligkeit im Frühjahr sogar mit einem regelrechten Aktivitätsschub.

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    Eine Frau joggt.

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