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Frühjahrsmüdigkeit - warum Sie jetzt müde sind | BR24

© picture alliance/dpa Themendienst

Eine Frau gähnt.

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    Frühjahrsmüdigkeit - warum Sie jetzt müde sind

    Im Frühjahr arbeitet unser Körper wie ein Weltmeister, um sich an den Klimawechsel zu gewöhnen. Viele Menschen reagieren auf die Umstellung mit Frühjahrsmüdigkeit und Gereiztheit.

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    Die gute Nachricht vorneweg: Spätestens in ein paar Wochen ist der Spuk vorbei! Und Sie können Ihrem Körper sogar bei der Umstellung helfen: Gehen Sie möglichst viel an die frische Luft und ins Licht. Essen Sie viel vitaminreiches Obst und Gemüse sowie leichte Kost. Trinken Sie ausreichend Wasser - also, täglich 1,5 bis 2 Liter.

    Geben Sie keine Ruhe!

    Geben Sie der Frühjahrsmüdigkeit nicht nach! Der Körper braucht Bewegung. Machen Sie Sport, aber steigern Sie Ihr Pensum langsam, wenn Sie im Winter wenig Bewegung hatten. Auch ein Spaziergang hilft. Trainieren Sie Ihren Kreislauf ganzjährig mit Sauna oder Wechselduschen. Frühjahrsmüdigkeit trifft vor allem Menschen mit niedrigem Blutdruck und Wetterfühlige.

    Was ist Frühjahrsmüdigkeit?

    Sowohl Frühjahrsmüdigkeit als auch der Winterblues hängen mit dem Wechselspiel zwischen den Hormonen Melatonin und Serotonin zusammen. Wird es im November dunkel und kalt, steigert der Körper die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Im Winter fallen wir in eine Art Mini-Winterschlaf - ja, auch heutzutage noch. Werden die Tage im Frühjahr wieder länger, heller und wärmer, drosselt der Körper die Produktion von Melatonin und kurbelt die Produktion des Wach-Hormons Serotonin an, das umgangssprachlich auch gerne Glückshormon genannt wird. Dazu muss allerdings Tageslicht auf die Netzhaut des Auges fallen. Also tragen Sie nicht immer eine Sonnenbrille.

    Doch der Körper muss noch mehr leisten: Im Winter senkt er die Kerntemperatur ab und im Frühjahr erhöht er sie wieder. An den ersten warmen Tagen weiten sich deshalb die Blutgefäße, was zu niedrigem Blutdruck, Schwindel und Kreislaufbeschwerden führen kann. Dieser Effekt tritt erst auf, wenn es ein paar Tage warm war. Zusätzlich prägen schnelle Wetterwechsel die Übergangszeiten Frühling und Herbst. Im Voralpenland auch gerne vom Wetterphänomen Föhn begleitet, der vielen sowieso auf den Kreislauf schlägt. Da kann man schon verstehen, dass der Körper müde ist - und manch einer gereizt. In den Übergangszeiten stellt sich nämlich auch unser Schlafrhythmus um und kann für unruhige Nächte sorgen.

    Wen trifft Frühjahrsmüdigkeit?

    Vor allem Menschen mit niedrigem Blutdruck und Wetterfühlige reagieren auf den Klimawechsel im Frühjahr. Zudem kranke und ältere Menschen. Wer sich unausgewogen und vitaminarm ernährt, erhöht das Risiko, im Frühjahr schlapp zu sein. Wer sich allerdings im Frühjahr sehr lange und zunehmend abgeschlagen und schlapp fühlt, sollte zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.

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    Eine Frau joggt.

    Frühlingsgefühle können auch wach machen

    Frühlingsgefühle sind die schöne Seite des Frühjahrs. Sie haben nichts mit Sexualhormonen zu tun, sondern mit dem Anstieg des Wach-Hormons Serotonin. Dazu bringt uns der Duft der wieder auflebenden Natur und mehr Licht in Stimmung. Und natürlich der Anblick von mehr Haut durch weniger Kleidung. Und ja, Sie dürfen jetzt auch wacher statt müder sein. Manche Menschen reagieren auf die Helligkeit im Frühjahr mit einem Aktivitätsschub.