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Forscher weisen Lepra bei wildlebenden Schimpansen nach | BR24

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In Afrika haben Wissenschaftler bei Schimpansen Lepra nachgewiesen. Das teilte die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe DAHW mit.

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    Forscher weisen Lepra bei wildlebenden Schimpansen nach

    Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in Würzburg unterstützt die Lepra-Forschung seit Jahrzehnten. In Afrika gab es neue Erkenntnisse: Bei wildlebenden Schimpansen wurde die Krankheit nachgewiesen. Wie sich die Tiere angesteckt haben, ist unklar.

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    • BR24 Redaktion

    Die Lepra gilt als eine der ältesten Seuchen der Menschheit. Aber auch Affen können daran erkranken. In Afrika haben Wissenschaftler die Krankheit bei wildlebenden Schimpansen nachgewiesen. Das teilte die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) mit Sitz in Würzburg anlässlich des Welt-Lepra-Tages am 31. Januar mit.

    Affen wohl nicht beim Menschen angesteckt

    Wahrscheinlich hatten die Affen aus Guinea-Bissau und der Elfenbeinküste nie Kontakt zu einem Menschen. Dabei seien Forscher bisher davon ausgegangen, dass der Mensch das Hauptreservoir für den Lepra-Erreger ist und dass sich Tiere durch Kontakt zum Menschen infiziert haben, heißt es vom DAHW. "Doch der Genotyp des Bakterienstamms, den wir in Stuhl-und Gewebeproben der betroffenen Affen in West-Afrika finden konnten, tritt beim Menschen äußerst selten auf", sagt Wildtierexperte Fabian Leendertz vom Robert Koch-Institut. Es müsse daher andere Infektionsquellen in der Tier- und Umwelt geben.

    Wichtige Hinweise für die Lepra-Forschung

    Diese Entwicklung hat Einfluss auf die weitere Lepra-Forschung. Lepra-Experte August Stich, Chefarzt der Klinik für Tropenmedizin am Klinikum Würzburg Mitte, sagt dazu: "Für die Bekämpfung der Lepra heißt das, wir dürfen uns nicht nur auf den Menschen fokussieren, sondern müssen das Tierreich mit einbeziehen."

    Wie wird die Infektionskrankheit übertragen?

    Lepra ist eine Infektionskrankheit, deren Erreger die Haut und das Nervensystem befällt und diese zerstört. Das Bakterium (Mycobacterium leprae) wird wahrscheinlich per Tröpfcheninfektion übertragen. Genau weiß es die Wissenschaft aber auch fast 150 Jahre nach seiner Entdeckung 1873 nicht. Dass Tiere Lepra haben können, ist seit Jahren bekannt. Der Erreger wurde beispielsweise bei Gürteltieren im Süden der USA gefunden. Ein internationales Forscherteam konnte vor zehn Jahren mit Hilfe von DNA-Analysen nachweisen, dass Menschen sich bei Gürteltieren mit Lepra anstecken können.

    Neue Aufmerksamkeit durch das Coronavirus

    Lepra zählt damit zu den sogenannten Zoonosen. Das sind Infektionskrankheiten, die auf natürlichem Weg vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Aufmerksamkeit bekommen sie derzeit, weil bisherige Untersuchungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 auf Fledermäuse als Ursprung hinweisen. Einen tierischen Ursprung haben etwa auch Ebola, Vogelgrippe oder HIV.

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