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© Erwin Filimon/Sternwarte Gahberg/dpa
Bildrechte: Erwin Filimon/Sternwarte Gahberg/dpa

Der Meteorit, der östlich von Regensburg in die Erdatmosphäre eintrat

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    Feuerkugel über Bayern war ein Meteorit

    Astronomen haben die Erklärung für eine besonders helle Erscheinung am Nachthimmel geliefert: Es war ein Meteorit, der vergangene Woche östlich von Regensburg in die Erdatmosphäre eingetreten ist.

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    Von
    • Marcel Kehrer

    Nordöstlich von Regensburg ist ein Meteorit in die Erdatmosphäre eingetreten. So erklärt die Sternwarte München die Feuerkugel, die am vergangenen Donnerstag (19.11.2020) am Nachthimmel zu sehen war. Es war allerdings ein kurzes Spektakel: In nur 24 Sekunden soll der Meteorit rund 290 Kilometer bis nach Österreich geflogen sein. In der Steiermark zerbrach der Meteorit den Angaben nach in mehrere Stücke.

    Seltenes Ereignis

    "Ein derart heller Meteor ist im Schnitt vielleicht ein, zwei Mal im Jahr von Bayern aus zu sehen", erklärte Benjamin Mirwald, Leiter der Bayerischen Volkssternwarte in München. "Schließlich wurde dieser Meteor etwa so hell wie der Vollmond." Auch der Astronomische Arbeitskreis Salzkammer von der Volkssternwarte Gahberg in Oberösterreich konnte das Ereignis beobachten und auf Fotos festhalten.

    Mit 14 km/Sekunde in die Steiermark

    Nach Angaben des Astronomischen Instituts Ondrejov in Tschechien war der Meteorit um 04:46 Uhr in die Atmosphäre eingetreten, in rund 100 Kilometern Höhe über dem bayrisch-tschechischen Grenzgebiet nordöstlich von Regensburg. Er soll mit einer Geschwindigkeit von 14 Kilometern pro Sekunde geflogen sein. Am hellsten war der rund 270 Kilo schwere Himmelskörper über Linz - dann zerfiel er in zahlreiche Stücke.

    Einzelne Stücke gingen zu Boden

    Die Sternenforscher gehen davon aus, dass einige Stücke zu Boden gegangen sind. Die Flugbahn endete südwestlich von Mariazell in der Steiermark. Zwei größere Stücke zwischen einem und vier Kilogramm könnten demnach zu finden sein - allerdings in einem relativ großen, hügeligen und bewaldeten Gebiet, was die Suche schwierig macht.

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