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ESA zu Weltraumschrott: "Ganz großer Schritt nach vorn" | BR24

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Die Beseitigung von Weltraummüll ist für ESA-Direktor Johann-Dietrich Wörner ein Alleinstellungsmerkmal der Europäischen Weltraumorganisation. Die ESA habe jetzt als einzige Weltraumagentur weltweit ein Programm dafür.

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ESA zu Weltraumschrott: "Ganz großer Schritt nach vorn"

Die Beseitigung von Weltraummüll ist für ESA-Direktor Johann-Dietrich Wörner ein Alleinstellungsmerkmal der Europäischen Weltraumorganisation. Die ESA habe jetzt als einzige Weltraumagentur weltweit ein Programm dafür.

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Die Europäische Weltraumorganisation hat sich vorgenommen, den Müll im Weltraum wegzuschaffen. Als einzige Weltraumagentur hat sie jetzt ein entsprechendes Programm aufgelegt. ESA-Chef Johann-Dietrich Wörner sagte im Interview mit der Bayern 2-radioWelt:

Von den 4.500 Satelliten, die im Weltraum fliegen, sind nur 1.500 in Betrieb, das heißt: 3.000 sind es nicht. Ein Teil, was da rumfliegt, soll die Industrie für uns runterholen. Und das ist ein ganz großer Schritt nach vorne, dass man die Verantwortung für die Beseitigung des Weltraumschrotts jetzt ernst nimmt.

Die 14,4 Milliarden Euro, die der ESA bei der Mitgliederkonferenz in Sevilla als Rekord-Budget für die kommenden fünf Jahre zugesichert wurden, will Wörner unter anderem auch für den Aufbau eines Vorwarnsystems für Sonnenstürme einsetzen - und für den Schutz der Erde vor Objekten aus dem All:

Wir wollen verhindern, dass es so etwas gibt wie vor 60 Millionen Jahren, als die Dinosaurier ausgestorben sind, durch einen Asteroidenaufprall auf die Erde.

Die ESA habe auch den Mond im Blick, so Wörner. Realistisch werde dies durch die Beteiligung am Mond-Progamm der USA. Gemeinsam mit den USA wolle man "nicht zurück zum Mond, sondern vorwärts zum Mond". Dass ein europäischer Astronaut den Mond betreten wird, ist für den ESA-Chef durchaus realistisch. Auf die Frage, welcher Zeitpunkt hierbei angestrebt wird, sagte Wörner: "Montag oder Dienstag - das Jahr kann ich Ihnen nicht sagen."