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Von New Mexico aus ist der britische Milliardär gemeinsam mit fünf Astronauten in Richtung Weltraum aufgebrochen, zunächst im Schlepptau eines Mutterflugzeugs. In 15 Kilometern Höhe sollte das Raumschiff abgesetzt werden.

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Erster Milliardär im Weltraum - Richard Branson erreicht das All

Der britische Milliardär Richard Branson hat an Bord eines Raumfliegers das All erreicht. Sein Raumflieger "VSS Unity" wurde in Höhe von 13 Kilometern vom Mutterschiff abgekoppelt und hat die Zielhöhe von etwa 88 Kilometern erreicht.

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  • BR24 Redaktion

Der Milliardär Richard Branson hat an Bord seines Raumfliegers das Weltall erreicht. Ein Flugzeug mit dem darunter befestigten Raumflieger war am Sonntag gestartet. An Bord waren der 71-jährige Unternehmer und fünf weitere Besatzungsmitglieder seiner Weltraumtourismus-Firma Virgin Galactic. Der Raumflieger wurde in einer Höhe von etwa 13 Kilometern vom Mutterschiff abgekoppelt, startete sein Raketentriebwerk und erreichte in 88 Kilometern Höhe den Rand des Weltalls, wo sie drei bis vier Minuten Schwerelosigkeit erleben und die Krümmung der Erdoberfläche betrachten konnten, bevor sie zur Erde zurück gleiteten und sicher landeten.

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Sie liefern sich seit Jahren ein Wettrennen um Weltall-Touristen: Tesla-Chef Elon Musk, Amazon-Gründer Jeff Bezos und der britische Unternehmer Richard Branson. Der hat momentan die Nase vorn.

Branson im Wettstreit mit Jeff Bezos und Elon Musk

Branson, der mit seinem Mischkonzern Virgin Group in der Musikbranche und der Luftfahrt ein Vermögen gemacht hat, hatte diesen persönlichen Testflug Anfang Juli angekündigt. Dem vorausgegangen waren mehrere bemannte und unbemannte Testflüge seines Unternehmens. 2014 kam bei einem Absturz ein Pilot ums Leben. Branson wetteifert mit Amazon-Gründer Jeff Bezos und dem Chef des Elektroautobauers Tesla, Elon Musk, um den Einstieg ins Geschäft mit Weltraumtouristen.

Bransons All-Trip ist ein gelungener PR-Coup gegen seinen Konkurrenten Bezos: Der reichste Mann der Welt hatte in den vergangen Wochen seinen Flug am 20. Juli ins Weltall mit großem Aufwand beworben – dann kam Unternehmer Branson und kündigte an, dass er neun Tage früher fliegen werde.

Mit Musk posierte Branson am Sonntagmorgen noch auf einem Twitterfoto und schrieb: "Ein großer Tag liegt vor uns. Toll, um den Morgen mit einem Freund zu beginnen. Ich fühle mich gut, aufgeregt, bereit."

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Stephan Geier aus der BR-Wissenschaftsredaktion erläutert, ob die privaten Weltraumprojekte auch einen wissenschaftlichen Nutzen haben.

Flugtickets für 250.000 Dollar

Branchenexperten der Schweizer Großbank UBS rechnen damit, dass sich bis Ende des Jahrzehnts ein Markt von jährlich drei Milliarden Dollar entwickelt. Wohlhabende Menschen aus aller Welt haben sich bei den Anbietern bereits auf die Wartelisten gesetzt, um Flugtickets zum Preis von jeweils rund 250.000 Dollar zu ergattern.

Branson betreibt die Raumfahrtfirma Virgin Galactic. Es konkurriert mit den Unternehmen Blue Origin von Bezos und SpaceX von Musk. Die Milliardäre dementieren eine persönliche Rivalität. Bezos, der ebenfalls noch im Juli in neue Höhen starten will, wünschte Branson "einen erfolgreichen und sicheren Flug". Musk kam am Sonntag als Gast zu der Abflugzeremonie.

Mit dem Fahrrad zum Raumschiff

Branson, der bereits Rekordfahrten mit Segelbooten und Heißluftballons unternommen hat, begann seine Tour am Sonntag mit Muskelkraft: Am Weltraumhafen traf er mit dem Fahrrad ein.

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Die VSS Unity

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Der Milliardär Richard Branson (3 v.r.) mit der Crew der VSS Vanity"

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