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Methangas kann gespeichert oder ins konventionelle Erdgasnetz eingespeist werden. Das macht das Verfahren interessant für die Energiewende.
© pa/dpa/Hermann Pentermann

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Uli Scherr
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Methangas kann gespeichert oder ins konventionelle Erdgasnetz eingespeist werden. Das macht das Verfahren interessant für die Energiewende.

Auf dem Gelände der Ostbayerischen-Technischen Hochschule (OTH) in Regensburg wird am Mittwoch ein neuartiger Biogenerator zur Methangasproduktion in Betrieb genommen. In dem sogenannten Orbit-Bioreaktor wandeln Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlendioxid in Methangas um, das dann gespeichert oder ins konventionelle Erdgasnetz eingespeist werden kann. Bei diesen Mikroorganismen handelt es sich um Archaeen. Das sind Urbakterien, die sonst in sauerstofffreien Lebensräumen wie Mooren oder Sümpfen vorkommen. An dem Forschungsprojekt beteiligen sich mehrere bayerische Hochschulen und Universitäten, sowie Unternehmen aus dem Energiesektor.

Wie kann Energie am besten gespeichert werden?

Im Zusammenhang mit der Energiewende bekommen Verfahren zur Energiespeicherung eine immer größere Bedeutung. Hier könnte der neue Orbit-Reaktor einen wichtigen Beitrag leisten, hoffen die an dem Projekt beteiligten Forscher.

Der Bioreaktor soll nach seinem erfolgreichen Versuchsbetrieb an der OTH in Regensburg nach Nordrhein-Westfalen umziehen. Dort soll die Anlage dann Methan ins Erdgasnetz der Stadt Ibbenbüren einspeisen.

Der Orbit-Bioreaktor auf dem Gelände der OTH: Hier wandeln Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlendioxid in Methangas um.

Der Orbit-Bioreaktor auf dem Gelände der OTH: Hier wandeln Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlendioxid in Methangas um.