BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: BR

Im südafrikanischen Botswana sind hunderte Elefanten verendet. Der Grund für das Massensterben sei völlig unklar, teilten die Behörden mit. Zahlreiche lebende Tiere seien schwach oder orientierungslos - die Todesfälle sollen nun untersucht werden.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Elefanten-Massensterben im südafrikanischen Botswana

Im südafrikanischen Botswana sind hunderte Elefanten verendet. Der Grund für das Massensterben sei völlig unklar, teilten die Behörden mit. Zahlreiche lebende Tiere seien schwach oder orientierungslos - die Todesfälle sollen nun untersucht werden.

Per Mail sharen
Von
  • Claudia Steiner

Im südafrikanischen Botswana sind hunderte Elefanten verendet, ohne dass die Wildhüter eine Erklärung dafür haben. Bisher sei der Tod von 275 Elefanten im Okavango-Delta bestätigt worden, in einem Bericht sei sogar von 356 Kadavern die Rede, sagte der Leiter der für Wildtiere und Nationalparks zuständigen Behörde, Cyril Taolo. Die Ursache sei völlig unklar, nur Milzbrand und Wilderei konnten bisher ausgeschlossen werden. Nach dem den Medien zugespielten vertraulichen Bericht der Tierschutzorganisation Elephants Without Borders (EWB) wurden seit Mai die Kadaver von 356 Elefanten entdeckt. Mehr als zwei Drittel waren demnach bereits im Mai gestorben, der Tod der restlichen 30 Prozent scheint jüngeren Datums zu sein. Laut dem auf den 19. Juni datierten Bericht könnte das Massensterben vor rund drei Monaten begonnen haben.

Junge und alte Tiere betroffen

Die Elefanten seien offenbar unabhängig von ihrem Alter und Geschlecht betroffen, schreibt EWB-Chef Michael Case. Auch das Geschlecht scheine keine Rolle zu spielen. Sie hätten noch lebende Elefanten gesehen, die schwach, lethargisch und ausgezehrt gewirkt hätten, berichtete Case weiter. Einige von ihnen wirkten desorientiert und lahmten.

"Wir haben einen Elefanten beobachtet, der im Kreis herumlief und es auch trotz der Hilfe anderer Tiere aus seiner Herde nicht schaffte, die Richtung zu wechseln." EWB-Chef Michael Case

Parkschützer Taolo wies darauf hin, dass alle Kadaver noch ihre Stoßzähne hatten, deshalb schließen die Experten derzeit Wilderei als Ursache aus. Es seien Proben zur Analyse nach Südafrika, Simbabwe und Kanada geschickt worden. In Botswana leben noch rund 130.000 Elefanten in freier Wildbahn. Das entspricht einem Drittel aller Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!