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Expedition in die Amundsensee | BR24

© Mario Hoppmann / Alfred Wegener Institut (AWI)

Polarstern

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    Expedition in die Amundsensee

    Das Deck voll mit Forschungsgeräten, 20.000 PS im Schiffsrumpf, dazu 45 Forscher und eine ebenso starke Schiffscrew: der Forschungseisbrecher „Polarstern“ startet heute in die Antarktis. Ziel: Das Schelfeis im Amundsenmeer besser verstehen.

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    Noch ist das Eis der Antarktis weit weg, der Eisbrecher noch im Hafenbecken von Punta Arenas in Südchile. Doch der wissenschaftliche Fahrtleiter, Geophysiker Karsten Gohl, hat schon Bauchkribbeln:

    „Wir haben die Expedition jahrelang vorbereitet und sind jetzt voller Spannung, ob wir vor Ort die Proben bekommen, die wir bekommen möchten.“ (Karsten Gohl, Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven)

    Schelfeis verschwindet erstaunlich schnell

    Im Fokus der Forscher: das westantarktische Eisschild. Hier schwindet das Schelfeis, das den Kontinent umgibt, so schnell wie an keinem anderen Ort der Antarktis. Ob das auch in der Vergangenheit schon mal so war, und wenn ja, unter welchen Bedingungen, das wollen die Forscher verstehen, indem sie den Meeresboden im Amundsenmeer untersuchen. Die Sedimente verraten ihnen, wie das Eis sich in den vergangenen Zeiten ausgebreitet hat. Doch diese Proben zu nehmen, wird nicht einfach werden:

    „Das Schiff muss zwei Tage auf der Stelle stehen, dann dürfen keine Eisberge, keine Packeisfelder entgegenkommen, und das wird man erst vor Ort sehen, ob das gut geht.“ (Karsten Gohl, Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven)

    Bohrgeräte - zum ersten Mal in der Antarktis eingesetzt

    Das Bohrgerät, mit dem die Forscher arbeiten, wird zum allerersten Mal in der Antarktis eingesetzt - ebenfalls ein Umstand, der es spannend macht für das Forscherteam. Doch bevor sie den Bohrer das erste Mal im Amundsenmeer ins Wasser lassen, erwartet sie raue See: Die Route von der Südspitze Chiles durch den Südpazifik gilt als eine der ungemütlichsten Schifffahrtsrouten der Welt.

    Wie das Forschen in der Antarktis in den nächsten sechs Wochen weitergeht, verfolgt der Bayerische Rundfunk in der Reihe „Hallo Polarstern“. Einmal pro Woche ruft das Team von IQ-Wissenschaft und Forschung / Bayern 2 per Satellit auf dem Eisbrecher an und fragt nach dem Stand der Dinge.