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E-Scooter im Herbst & Winter fahren: Wichtige Tipps und Hinweise | BR24

© dpa-Bildfunk/Henning Kaiser

E-Scooter in der kalten Jahreszeit

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    E-Scooter im Herbst & Winter fahren: Wichtige Tipps und Hinweise

    Aktuell sind E-Scooter aus Deutschlands Städten nicht mehr wegzudenken. Mit Beginn der kalten Jahreszeit steigt aber auch die Gefahr von Unfällen durch Nässe und Glätte. E-Scooter-Fahrer sollten daher unbedingt ein paar Tipps und Hinweise beachten.

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    So langsam hat sich Deutschland an die neuen Elektro-Tretroller auf seinen Straßen gewöhnt - da ist deren Hochsaison auch schon vorbei. Wer dem Wetter trotzen und die E-Tretroller auch in der kalten, dunklen Jahreszeit zur Fortbewegung nutzen will, sollte vorsichtig sein und einiges berücksichtigen. Auch die Hersteller stehen in der Pflicht.

    Sind die E-Scooter nur ein reines Sommervergnügen?

    An den lauen Tagen dieses Sommers sah man sie überall: Menschen auf E-Scootern, vor allem Jugendliche, nicht unbedingt unterwegs von A nach B, sondern einfach ein paar Runden drehend. Prinzipiell soll das auch in der kalten Jahreszeit möglich sein. „Das Geschäft geht regulär weiter“, sagt etwa Bodo Braunmühl von der Vermieter-Firma Tier. „Die Menschen müssen sich ja trotzdem fortbewegen. Und 20 Minuten in der Kälte auf einen Bus zu warten ist auch nicht schön.“ Erst wenn Eis und Schnee kommen, wollen die Anbieter ihren Betrieb einstellen.

    Tipps für sicheres Fahren

    Wer weiterhin das E-Scooter-Angebot nutzen will, sollte ein paar Sicherheitshinweise und Empfehlungen kennen und beherzigen:

    • Vorsichtig sein - und vor der Abfahrt prüfen, ob das Wetter scooter-tauglich ist. „Speziell in Bereichen mit Kopfsteinpflaster ist mit einem erhöhten Risiko bei Reif oder Glätte zu rechnen“, sagt Zemke. Der Tüv-Verband warnt außerdem vor nassem Laub.
    • Der Akkustand sollte für die gewünschte Strecke ausreichend sein. Vor dem Start kann die Reichweite in der App geprüft werden.
    • Wer sichergehen will, sollte vor Fahrtbeginn seine Route planen und auf vorhandene Fahrradwege achten. Während der Fahrt sollte man sich möglichst weit rechts am Fahrbahnrand orientieren.
    • Durch ein rechtzeitiges und langsames Betätigen des Bremshebels kann die Rutschgefahr reduziert werden.
    • Wem während der Fahrt auf unebenem Gelände der Halt und die Stabilität fehlt, sollte leicht in die Knie gehen und die Füße mit größerem Abstand hintereinander positionieren.
    • Da es später hell und früher dunkel wird, ist es noch wichtiger, auf Sichtbarkeit zu achten. Die Polizei empfiehlt: „Helle Kleidung und am besten eine Warnweste.“
    • Die Experten raten auch zum Helmtragen. Der TÜV-Verband schlägt vor, Vermieter sollten direkt beim Ausleihen Helme bereitstellen.

    Was unternehmen die Anbieter?

    Da man eine App auf dem eigenen Smartphone braucht, um einen E-Scooter auszuleihen, können die Anbieter diesen Service kurzfristig sperren. Sie können damit auch Zonen festlegen, in denen die Scooter nicht abgestellt werden dürfen - weil die Fahrt dort dann einfach nicht per App beendet werden kann. Köln plant etwa für den Karnevalsbeginn am 11. November, die Verbotszonen für Scooter auszuweiten. Auch in der Weihnachtsmarkt-Saison kann es Einschränkungen in einigen Städten geben.

    Sind die Gefährte überhaupt winterfest?

    Wenn man die Anbieter fragt, prinzipiell schon. Man arbeite allerdings an einer noch winterfesteren Variante, sagt Tier-Sprecher Braunmühl. Mehr könne man jedoch noch nicht verraten. Die Firma Voi antwortet, ihr neuestes Modell sei mit Allwetterreifen ausgestattet.

    Laufen die Akkus überhaupt noch bei Kälte?

    Heutige Lithium-Ionen-Akkus haben mit Temperaturen bis zu minus 15 Grad keine größeren Probleme, wie Lars Zemke vom Bundesverband Elektrokleinstfahrzeuge sagt. „Da während der Fahrt der Akku Wärme entwickelt, ist Fahren immer die ideale Situation im Winter.“ Teilweise gehen die Anbieter trotzdem von kürzeren Laufzeiten der Akkus aus, wenn die Temperaturen länger um den Gefrierpunkt bleiben.