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Dolce Vita – Weihnachtsgebäck in Italien | BR24

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Die Weihnachtssüßigkeiten Italiens

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Dolce Vita – Weihnachtsgebäck in Italien

Weihnachtszeit ist Naschzeit. In Deutschland findet sich vor allem neben Plätzchen und Lebkuchen der klassische Stollen auf den Weihnachtstellern. Doch wie versüßen sich eigentlich die Italiener als Experten des Dolce Vita ihre Weihnachtszeit?

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Das "dolce Vita" der Italiener, das süße Leben, steht für ein lockeres, auch ein wenig luxuriöses Leben – es steht aber auch für Gastlichkeit, die in Italien so wichtig ist, wie gutes Essen. Nicht nur zu Weihnachten, aber da passt der Name gleich doppelt gut, denn dann kann es vielen Italienern gar nicht dolce genug sein.

Was den Deutschen ihr Stollen, ist den Italienern der Panettone

Der fluffig-weiche Weihnachtskuchen Panettone ist längst nicht mehr nur in Mailand ein Muss – auch wenn er dort vor einem halben Jahrtausend zum ersten Mal gebacken wurde. Besonders für den Panettone ist die Herstellungsweise, denn der Kuchen wird nach dem Backen kopfüber aufgehängt und erhält auf diese Weise seine kuppelartige Form.

Um die Entstehunggeschichte des italienischen Gebäcks ranken sich verschiedene Legenden. Die berühmteste erzählt von einem Küchenchef der Sforza, dem am Weihnachtsvorabend sein Kuchen verbrannte. Sein Küchenjunge Toni half ihm aus Patsche und zauberte aus verschiedenen Zutaten anschließend den immer noch berühmten Kuchen: Weizensauerteig, Rosinen und vor allem kandierte Zitronen- und Orangenstücke ergaben eine einzigartige Teigkreation. Der Panettone ist somit nach seinem Erfinder benannt: Pan di Toni heißt soviel wie Brot von Toni.

Plätzchen wie ein Heiligenschein

Ein Name, aber eine Vielzahl unterschiedlichen und geheimen Familienrezepten: "Cartellate" nennen sich die typischen apulischen Weihnachtsplätzchen. In ihrer Form erinnern die runden Kekse ein bisschen an den Heiligenschein Christi – oder eben – so lässt es der Name vermuten – an die Windeln, in die das Christuskind eingewickelt war.

Jede Region hat ihr Weihnachtsgebäck

Natürlich hat jede Region Italiens ihre eigene Spezialität. In Neapel gehören "Struffoli" auf den Weihnachtstisch – murmelgroße Teigbällchen. In der Toskana macht Panforte dem Panettone Konkurrenz – aber weniger süß und mit mehr orientalischen Gewürzen verfeinert, wie Koriander und Muskatnuss. Damit der Zucker-Spiegel aber nicht allzu sehr sinkt, landen Süßigkeiten wie Torrone auf den Weihnachtstellern. klebrig-süßer weißer Nougat, mit Eiweiß aufgeschlagen. Oder auch Gianduiotti: Kleine Nougatpralinen, die von Turin bis Taormina überall gerne genascht werden.