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Die Flatter-Ulme ist Baum des Jahres 2019.
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Alexandra Klockau
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Die Flatter-Ulme ist Baum des Jahres 2019.

Bis zu 35 Meter hoch wird der Baum des Jahres 2019, die Flatter-Ulme. Ihren ungewöhnlichen Namen verdankt die Ulme ihren buschigen Blüten, die im Wind flattern. Als einzige heimische Baumart kann sie Wurzeln wie ein Urwaldriese in tropischen Regenwäldern ausbilden. Außer an seinen mächtigen Wurzeln ist der Baum an seinen tiefen Furchen in der Rinde gut zu erkennen. Die Blätter der Flatter-Ulme sind eiförmig und gezackt. Ihre Zweige stehen wie Leitersprossen von den Ästen ab.

Die Flatter-Ulme, der Baum des Jahres, ist am Wasser zuhause

Die Flatter-Ulme ist in Feuchtgebieten und Flussauen anzutreffen. Längere Überschwemmungsphasen machen ihr nichts aus. Die Stiftung "Baum des Jahres" kürte diese Ulme zum Baum des Jahres, weil ihr feuchter Lebensraum bedroht ist: Viele Auen weichen landwirtschaftlichen Flächen. Schon jetzt zählt die Flatter-Ulme in Deutschland zu den seltenen Baumarten. Sie kommt zum Beispiel im Oberrheingraben, entlang der Donau, in der Rhein-Main-Ebene, im Spreewald und an der Mittleren Elbe vor. Oft findet man sie als Parkbaum an Seen. Die Flatter-Ulme lässt sich laut der Stiftung "Baum des Jahres" gut zur Renaturierung von Feuchtgebieten nutzen.

"Nach Jahrhunderten der Lebensraumzerstörung ist es Zeit, die Flatter-Ulme neu ins Bewusstsein von Städteplanern und Forstleuten zu holen." Caroline Hensel, Baumkönigin, Stiftung "Baum des Jahres"