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Deutschland, der Impf-Loser? Possoch klärt! | BR24

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Das Vereinigte Königreich, Israel, die USA: Sie alle haben gut lachen, denn beim Impfen gegen Corona sind sie längst an Deutschland vorbeigezogen

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    Deutschland, der Impf-Loser? Possoch klärt!

    So schnell ein Corona-Impfstoff entwickelt worden ist, so langsam wird er in Deutschland verimpft. Denn noch gibt es bei weitem nicht genügend Impfdosen – vor allem im Vergleich zu anderen Ländern. Ist Deutschland der Impf-Loser? Possoch klärt!

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    Von
    • Dominic Possoch
    • Adrian Dittrich

    "Die Situation ist mehr als unbefriedigend." So äußerte sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF über den deutschen Impffortschritt. Nachdem man beim Corona-Impfstart am 27. Dezember 2020 in Deutschland verhalten optimistisch in die Zukunft blickte, herrscht nun Anfang Februar in vielen Impfzentren ernüchternde Ruhe. Zu wenige Menschen konnten bisher mit einem der beiden ersten Impfstoffe von Biontech/Pfizer oder Moderna geimpft werden.

    Denn die Lieferungen der beiden Hersteller nach Deutschland verzögern sich. Und auch beim dritten Impfstoff von AstraZeneca gibt es Probleme: Ein langsames Zulassungsverfahren von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie Kürzungen der ursprünglich versprochenen Lieferungen behindern Deutschlands Impfprogramm jedoch nachhaltig.

    Israel, USA, Großbritannien: Spitze an der Spritze

    Dem gegenüber sind Länder wie Israel, Großbritannien und die USA beim Impf-Rennen auf der Überholspur. In Israel hat bereits Anfang Februar jeder fünfte Einwohner beide Impfdosen erhalten. Zum Vergleich: In Deutschland sind es aktuell etwas mehr als 2,5 Prozent der Bevölkerung, mit einer ersten verabreichten Impfdosis.

    Und auch in Großbritannien laufen die Impfungen wie am Fließband. Zuletzt wurden knapp 600.000 Impfdosen innerhalb eines Tages verimpft, auch weil man auf der Insel im Gegensatz zu den europäischen Staaten nicht mit Lieferverzögerungen zu kämpfen hat. Zudem impfen die Briten mit dem britisch-schwedischen Impfstoff von AstraZeneca schon seit Anfang des Jahres per Notfallzulassung.

    Deutschland: Corona-Impffortschritte erst ab zweitem Quartal

    Der schleppende Impfstart sowie der deutliche Rückstand zu anderen Nationen forderten die Bundesregierung heraus: Anfang der Woche kam es zum "Impfgipfel". Das Ergebnis: im Grunde keins. Ein Impfplan soll mehr Planungssicherheit bringen. Alle Menschen in Deutschland sollen bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot bekommen.

    Doch warum hat Deutschland im Vergleich zu anderen Nationen nur so wenige Impfdosen? Wie ist die Impfsituation in Ländern wie Israel, Großbritannien und den USA? Weshalb kann dort mehr und schneller geimpft werden?

    Possoch klärt!

    Was ist Ihre Meinung zum langsamen Impfbeginn in Deutschland? Hat die Bundesregierung den Impfstart verschlafen? Alles Wissenswerte dazu finden Sie in dem Video oben. Diskutieren Sie auch gerne in den Kommentaren mit.

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