BR24 Logo
BR24 Logo
Wissen

Nutzen von Magenverkleinerungen überwiegt | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Nutzen von Magenverkleinerungen überwiegt

Magenverkleinerung als Chance im Kampf gegen Fettleibigkeit ist ein Thema auf der Jahrestagung der Adipositas-Gesellschaft. Im Gespräch mit der Bayern 2-radioWelt spricht sich der Arzt Martin Büsing für mehr Operationen dieser Art aus.

Per Mail sharen
Teilen

Von Fettleibigkeit spricht man ab einem Bodymassindex von 30. "Das sind Patienten, die haben ein Übergewicht von mindestens 50 Kilo," erklärt Martin Büse im Interview. Er ist Chirurg und Chefarzt am Adipositas-Zentrum des Knappschaftskrankenhauses Recklinghausen. Ob eine Magenverkleinerung in Frage komme, hänge davon ab, ob weitere Erkrankungen vorliegen. Üblicherweise komme eine Magenverkleinerung für Patientinnen und Patienten mit einen Bodymassindex von mindestens 40 in Frage. Bei Diabetikern könne es aber auch schon darunter sinnvoll sein.

"Eine Magenverkleinerung ist die einzige nachgewiesene, dauerhaft wirksame Methode zur Gewichtsreduktion und zur Normalisierung des Stoffwechsels." Prof. Martin Büsing.

Um für eine solche Operation eine Kostenübernahme der Krankenkassen zu erhalten, müssen Patienten in der Regel ein vorbereitendes Programm über ein halbes Jahr durchlaufen und exakt nachweisen. In Deutschland werden mit 10.000 Operationen daher vergleichsweise wenige Magenverkleinerungen vorgenommen - auch wenn die Tendenz steigend ist.

In Frankreich seien es jährlich rund 50.000, in den Niederlanden, in Belgien und der Schweiz jeweils 20.000, so Martin Büsing, der mit Verweis auf die gewonnene Lebensqualität dafür plädiert den Zugang zu vereinfachen.