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Der blaue "Hope"-Diamant könnte aus innerem Erdmantel stammen | BR24

© dpa-Bildfunk/Smithsonian Institution

"Hope"-Diamant könnte aus innerem Erdmantel stammen

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    Der blaue "Hope"-Diamant könnte aus innerem Erdmantel stammen

    Ein seltenes Prachtexemplar: Der "Hope"-Diamant wurde im 17. Jahrhundert in Indien gefunden. Er ist in einem Museum in Washington zu bewundern. Einer Studie nach stammt er mehr als dreimal so tief aus der Erde wie die meisten anderen Diamanten.

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    Der legendäre "Hope"-Diamant könnte einer Studie zufolge mehr als dreimal so tief aus der Erde stammen wie die meisten anderen Diamanten. Eine Untersuchung ähnlicher Diamanten bestätige Vermutungen, dass sein Ursprung im inneren Erdmantel liege, berichteten Wissenschaftler um Evan Smith vom Amerikanischen Institut für Gemmologie (GIA) bei der Goldschmidt-Geochemie-Konferenz.

    Ehemals größter Diamant der Welt

    Auch der "Cullinan"-Diamant, der 1905 in Südafrika gefunden wurde und als der größte bislang entdeckte Diamant gilt, könnte demnach aus dem inneren Erdmantel stammen. Der Diamant wurde wenige Jahre nach der Entdeckung gespalten, neun große Stücke sind Teil der britischen Kronjuwelen.

    © (c) ZB - Fotoreport

    Eine Nachbildung des berühmten Diamanten Cullinan

    Wie entsteht ein Diamant?

    Ein Diamant entsteht meist durch Druck im Erdmantel, der Schicht zwischen Erdkruste und Erdkern. Die meisten Diamanten stammen aus einer Tiefe von 150 bis 200 Kilometern, einige wenige aber auch aus einer Tiefe von mehr als 660 Kilometern. Die Forscher um Evan Smith vom GIA untersuchten Diamanten derselben Klassifikation wie der "Hope"-Diamant und der "Cullinan"-Diamant mit Lasern und entdeckten Überreste des Materials Bridgmanit, das nur in einer Erdtiefe von mehr als 660 Kilometer vorkommt.

    Künstliche Klunker - Diamanten aus der Mikrowelle

    Diamanten sind - gerade in dieser Dimension - unbezahlbarer Luxus. Das könnte zukünftig anders werden: Im Labor hergestellte Diamanten kommen seit Kurzem an ihre echten Vorbilder heran.

    Augsburger Wissenschaftler erfolgreichster Diamantenzüchter

    Einer der erfolgreichsten Diamantenzüchter ist der Augsburger Physiker Matthias Schreck. Er entwickelt seit über 25 Jahren mit seinem Team Apparate, experimentiert mit verschiedenen Materialien und variiert Temperatur, Druck und Spannung. Schließlich ist es den Augsburger Forschern in einem mehrstufigen Prozess gelungen, Diamanten herzustellen. Wie genau das komplexe Herstellungsverfahren funktioniert, erfahren Sie hier.

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