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Das Breitblättrige Knabenkraut ist Orchidee des Jahres 2020 | BR24

© picture alliance/imageBROKER

Breitblättriges Knabenkraut

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    Das Breitblättrige Knabenkraut ist Orchidee des Jahres 2020

    Das prächtige Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) wird Orchidee des Jahres 2020. Seit 1988 wird jährlich eine besonders gefährdete Art als Orchidee des Jahr gewählt.

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    Der Naturschutz Bund Deutschland (NABU) hat sich für die Schönheit mit ihren purpurfarbenen Blüten entschieden, da diese Orchideenart stark gefährdet ist.

    Das Knabenkraut liebt das Wasser

    Neben feuchten Wiesen und Weiden wächst das Breitblätterige Knabenkraut , dessen Blüten von hellrosa bis zu einem dunklen purpur variieren können, auch an den Ufern von Gewässern. Aufgrund von klimatischen Veränderungen und auch durch Überweidung ist diese Orchidee gefährdet.

    Ohne Mykorrhizapilze keine Orchidee

    Wie alle Orchideen benötigt das Breitblättrige Knabenkraut Mykorrhizapilze zum Keimen. Als Mykorrhiza wird eine Form der Symbiose von Pilzen und Pflanzen bezeichnet, bei der ein Pilz mit dem Feinwurzelsystem einer Pflanze in Kontakt ist. Ohne diese Symbiose können Orchideen nicht wachsen. Es wird angenommen, dass die Mykorrhizapilze feuchtliebender Arten selbst feuchtliebend sind.

    Das Knabenkraut kommt mit der Apfelblüte

    Die Pflanze zeigt zeitgleich mit der Apfelblüte im Mai bis Juni ihre weithin strahlenden Blütenstände. Abhängig von der Höhenlage kann die Orchidee aber bis in den Juli hinein blühen. Und dann ist sie kaum zu übersehen.

    Klimawandel schadet der Pflanze

    Vor allem Trockenheit im Frühjahr gefährdet die Bestände. Mit einer Wuchshöhe von 15 bis 50 Zentimetern ist die Pflanze selbst zwar kräftig, aber gehört nicht zu den wärmeliebenden Arten, die mit dem Klimawandel gut zurechtkommen. Die zunehmende Wärme lieben verschiedene Ragwurzarten wie die Bienenragwurz, die auch im Großraum München heimisch ist.

    "Wir sorgen uns, dass insgesamt mehr Pflanzen verschwinden, als Arten von den Veränderungen profitieren", sagte eine Sprecherin des NABU.