Zurück zur Startseite
Wissen
Zurück zur Startseite
Wissen

DAK-Studie: Deutschlands Schüler schlafen zu wenig | BR24

© picture alliance/Bildagentur-online

Deutschlands Schüler schlafen zu wenig

1
Per Mail sharen
Teilen

    DAK-Studie: Deutschlands Schüler schlafen zu wenig

    Unausgeschlafene Schüler? Laut DAK-Studie ein Problem, denn fast jeder dritte Schüler leidet unter Schlafstörungen. Besonders betroffen sind Neunt- und Zehntklässler, die im Schnitt zwei Stunden zu wenig schlafen. Das hat Folgen für die Gesundheit.

    1
    Per Mail sharen
    Teilen

    Fast jeder dritte Schüler leidet offenbar unter Schlafstörungen, jeder zweite klagt über Müdigkeit. Insbesondere ältere Schüler schlafen zu wenig, so eine Studie der Krankenkasse DAK. Die Studie wurde mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in sechs Bundesländern durchgeführt. Fast 9.300 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn wurden dafür repräsentativ befragt.

    Stress ist Folge von Schlafmangel

    Die DAK warnt davor, das Problem Schlafmangel zu unterschätzen: Er könne ernsthafte Probleme verursachen. So gebe es einen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Stressempfinden. Von den Mädchen gaben 48 Prozent an, oft oder sehr oft unter Stress zu leiden. Von den Jungen ist ein Drittel betroffen. Der empfundene Stress nimmt mit dem Alter zu.

    Symptome - ausgelöst durch Stress

    Permanentes Schlafdefizit wirkt sich ungünstig auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aus. Wer oft Stress empfindet, leidet häufig auch unter Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen und fühlt sich niedergeschlagen. Insbesondere Mädchen (23 Prozent) machten häufig Angaben, die auf depressive Symptome hinweisen.

    Mädchen häufiger betroffen als Jungen

    Während jede Dritte mindestens einmal pro Woche Schlafprobleme hat, sind es bei den Jungen 24 Prozent. Fünft- und Sechstklässler schlafen meist zwischen 20.00 und 22.00 Uhr ein, Neunt- und Zehntklässler mehrheitlich nach 23.00 Uhr. Etwa jeder sechste ältere Schüler gibt an, erst nach Mitternacht einzuschlafen.

    So kommen die Jüngeren durchschnittlich auf 9,4 Stunden Schlaf pro Nacht, Zehntklässler nur noch auf 7,3 Stunden. Das seien zwei Stunden weniger als von Experten für diese Altersgruppe empfohlen, so die Herausgeber der Studie.

    Medienkonsum eine Ursache für Schlafmangel

    Nach der Studie ist der Schlafmangel auch Folge der hohen Bildschirmzeiten. Viele Schüler würden täglich mehr als vier Stunden vor Fernseher, Smartphone oder Tablet sitzen.

    Von
    • BR24 Redaktion
    Schlagwörter