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Raucher tragen höheres Risiko für schweren Corona-Verlauf | BR24

© dpa-Bildfunk / Jens Kalaene

Raucherinnen und Raucher sind anfälliger für Viruserkrankungen. Sie haben ein höheres Risiko für einen schweren Corona-Verlauf.

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    Raucher tragen höheres Risiko für schweren Corona-Verlauf

    Ärzteverbände und Wissenschaftler rufen dringend auf, mit dem Rauchen aufzuhören. Die Covid-19 Erkrankung verlaufe bei Raucherinnen und Rauchern schlechter. Darauf weisen erste Daten chinesischer Forscher hin.

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    Deutsche Forscher aus dem Wissenschaftlichen Aktionskreis Tabakentwöhnung haben festgestellt, dass für Raucherinnen und Raucher ein erhöhtes Risiko bei einer Infektion mit dem Coronavirus besteht. Die aktuell publizierten Daten chinesischer Forschergruppen seien zwar noch uneinheitlich, wiesen aber auf einen schlechteren Verlauf der Covid-19 Erkrankung hin und eine höhere Gefährdung, beatmungspflichtig zu werden.

    Raucher anfälliger für Virusinfektionen

    "Raucher haben grundsätzlich ein höheres Risiko, Virusinfektionen der Atemwege und der Lungen zu erleiden", sagt der Lungenarzt Doktor Thomas Hering vom Bundesverband der Pneumologen. Es sei schon lange bekannt, dass Tabakrauchen die Atemwege und die Immunreaktion verändere. Dadurch seien Raucher anfälliger für lebensbedrohliche Lungenentzündungen, wie sie auch durch das Coronavirus ausgelöst werden.

    Aufruf zum Rauchstopp

    Der Aktionskreis Tabakentwöhnung (WAT), Deutsche Lungenärzte und Fachgesellschaften für Suchterkrankungen rufen daher dringend auf, mit dem Rauchen aufzuhören und dabei, wenn erforderlich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. "Aktuell ist der Rauchstopp so wichtig wie nie," erklären die Wissenschaftler des WAT.

    Tabakentwöhnung muss jetzt digital gehen

    Beim Aufhören galten bislang vor allem verhaltenstherapeutische Gruppenangebote als vielversprechend. Die Gruppenbehandlungen seien derzeit aber kaum möglich, daher brauche es alternative Methoden wie Telefonsprechstunden, Videos oder Onlineprogramme so die Wissenschaftler.

    Therapiekosten sollen gesetzliche Krankenkassen übernehmen

    Die Therapien sollen jetzt umgehend gesetzliche Krankenkassen finanzieren, fordert Professor Stephan Mühlig von der Rauchambulanz Chemnitz. Als Anreiz für rauchende Risikopatienten in Zeiten von Corona.

    Unterstützung beim Rauchstopp

    Telefonberatung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 0800 8 31 31 31

    Online Ausstiegsprogramm unter www.rauchfrei-info.de

    Angebote der Tabakambulanz am LMU Klinikum München unter www.tabakambulanz.de

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