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Coronavirus: Kinder laut Studie keine Infektionstreiber | BR24

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Kinder sind einer Studie zufolge seltener von Infektionen mit dem Coronavirus betroffen als ihre Eltern. Die Forscher aus Baden-Württemberg kommen zu dem Schluss, dass die Jüngeren keine Treiber im Corona-Infektionsgeschehen sind.

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Coronavirus: Kinder laut Studie keine Infektionstreiber

Kinder sind einer Studie zufolge seltener von Infektionen mit dem Coronavirus betroffen als ihre Eltern. Die Forscher aus Baden-Württemberg kommen zu dem Schluss, dass die Jüngeren keine Treiber im Corona-Infektionsgeschehen sind.

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Kinder infizieren sich offenbar seltener mit dem Coronavirus als Erwachsene - selbst wenn in einem Haushalt bereits jemand infiziert ist. Dies geht aus einer gemeinsamen Studie der Universitätskliniken Heidelberg, Ulm, Freiburg und Tübingen hervor, die die baden-württembergische Landesregierung vorstellte. In der Untersuchung von 2.500 Kindern im Alter zwischen einem und zehn Jahren sowie jeweils einem Elternteil auf Infektionen oder eine überstandene Ansteckung zeigte sich, dass im Vergleich zu den Kindern mehr als doppelt so viele Erwachsene bereits Antikörper hatten.

"Kinder sind keine besonderen Treiber einer Corona-Infektion, wie wir das etwa bei Grippeviren kennen", sagte Klaus-Michael Debatin, Direktor der Kindermedizin an der Uniklinik Ulm. Kinder seien also anders als befürchtet keine Virenschleudern.

Milde Krankheitsverläufe bei Kindern

Auch zeige die Studie, dass Kinder, die in der Lockdownphase in der Notbetreuung waren, sich nicht häufiger infiziert hätten, erklärte Hals-Georg Kräusslich, Leiter der Virologie der Uniklinik Heidelberg. Insgesamt verliefen Corona-Erkrankungen bei Kindern besonders mild, was die Mediziner auf ein besseres Immunsystem zurückführten.

Die Untersuchung basierte auf Eltern-Kind-Paaren, die keine bekannte Covid-19-Infektion haben durften und sich freiwillig melden konnten. Nach Angaben der Wissenschaftler gab es weltweit bisher keine Studie mit so vielen Teilnehmern zu dieser Frage.

Studie als Basis für Lockerungen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) lobte die Wissenschaftler für die schnelle Auswertung. Auf Grundlage der Studie beschloss das baden-württembergische Kabinett am Dienstag eine Öffnung von Kitas und Grundschulen ab dem 29. Juni.

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