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Laut einer Studie der Erlanger Uniklinik spricht nichts gegen eine Corona-Impfung für Menschen mit chronisch-entzündlichen Krankheit.

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    Corona-Impfung unproblematisch bei Immunkrankheit

    Bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen spricht nichts gegen eine Corona-Impfung. Doch nicht alle Betroffenen entwicklen einen ausreichenden Schutz. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern des Erlanger Uniklinikums.

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    Von
    • Annette Bögelein

    Demnach kamen Impfreaktionen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Gelenkschmerzen bei Patienten mit Immuntherapien deutlich seltener vor als bei Gesunden. Damit ist die Corona-Impfung für Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen verträglicher als für Gesunde, schlussfolgern die Erlanger Mediziner.

    Wegweisende Studie zur Impfung von immungeschwächten Patienten

    Mit diesem Studienergebnis können die Experten des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) am Universitätsklinikum Erlangen das Gerücht entkräften, dass Patienten mit Rheuma, Darmentzündung und Schuppenflechte aufgrund ihres veränderten Immunsystems vielleicht eine überschießende Reaktion auf die Corona-Impfung erleiden. Die Studie zählt zu den weltweit ersten Forschungsarbeiten, die sich mit dieser Thematik befassen und Ergebnisse erbracht haben.

    Manche Patienten brauchen mehrere Impfversuche

    Doch nicht alle Patienten mit entzündlichen Erkrankungen sprechen auf die Corona-Impfung mit einem m-RNA-Impfstoff an und entwickeln einen Immunschutz gegen SARS-CoV-2. Etwa jeder zehnte Patient erreicht keinen ausreichenden Schutz. Dabei sind laut den Erkenntnissen der Mediziner in Erlangen die entzündungshemmenden Therapien offensichtlich gar nicht die Ursache für das verminderte Ansprechen mancher Patienten auf die Impfung, sondern die Erkrankung an sich. Im Falle eines Nicht-Ansprechens wäre eine erneute Impfung möglich – idealerweise dann auch mit einem anderen Impfstoff, erklären die Forscher des DZI in Erlangen.

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