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Heiligabend und Corona: Wie feiere ich sicher Weihnachten?

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Heiligabend und Corona: Wie feiere ich sicher Weihnachten?

Auch im zweiten Corona-Jahr können wir nicht gänzlich unbeschwert Weihnachten feiern - immer noch gelten Kontaktbeschränkungen, gerade für Ungeimpfte. Wer darf sich treffen, wer muss sich testen und was kostet das überhaupt? Der Überblick fürs Fest.

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Petra ZimmermannPetra ZimmermannBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Weihnachten steht vor der Tür, doch die vierte Pandemiewelle ist noch nicht vorüber. Ein zweites Mal gilt es rund ums Fest Corona-Regeln zu beachten, damit entspannt und sicher gefeiert werden kann.

Weihnachten mit der Familie - wer sich treffen darf

Insbesondere für Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, sieht die aktuelle bayerische Corona-Verordnung strenge Kontaktbeschränkungen vor - und das hat auch Folgen für vollständig Geimpfte und Genesene. Sobald bei einem Treffen ein Ungeimpfter/Nicht-Genesener dabei ist, gelten strenge Kontaktbeschränkungen für alle: Dann dürfen sich Angehörige eines Hausstands nur noch mit zwei Menschen aus einem weiteren Haushalt treffen. Ausgenommen sind von dieser Zahl nur Kinder unter zwölf Jahren und drei Monaten. Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten als ein Hausstand, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben.

Geimpfte und Genesene können das diesjährige Weihnachtsfest gemeinsam mit ihren Verwandten, Freunden und Bekannten feiern, ohne dabei auf die Anzahl der Haushalte Rücksicht nehmen zu müssen. Allerdings gelten für private Treffen außerhalb der Gastronomie Teilnehmergrenzen: 50 geimpfte und Genesene in Innenräumen, 200 im Freien. Alle sind angehalten, nach Möglichkeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten sowie Hygienemaßnahmen zu befolgen.

Für den Familienbesuch von auswärts zum Fest gilt: Einchecken ins Hotel dürfen nur Geimpfte, Genesene und Kinder unter zwölf Jahren und drei Monaten.

Vor dem Fest noch schnell zum Friseur?

In den meisten Geschäften außer in denen für den Bedarf des täglichen Lebens gilt derzeit die 2G-Regel. Einkaufen darf dort also nur, wer geimpft oder genesen ist, ein negativer Corona-Test reicht nicht aus. Auch wer vor dem Fest nochmal zum Friseur oder ins Nagelstudio will, muss einen Impf- oder Genesenen-Nachweis haben. Dort werden auch weiterhin die Kontaktdaten zur Nachverfolgung erfasst.

An den Feiertagen: Das gilt im Restaurant oder bei Ausflügen

Auch in der Gastronomie gilt in Bayern die 2G-Regel - drinnen und draußen. Zudem gibt es eine Sperrstunde ab 22 Uhr (mit Ausnahme des Silvesterabends).

Soll es an den Weihnachtstagen in den Zoo, in den botanischen Garten, auf ein Ausflugsschiff oder in den Freizeitpark gehen, gilt die 2G-Regel. Dort ist inzwischen kein Testnachweis mehr nötig. Diese Lockerung gilt jeweils auch für die Innenbereiche.

2G plus im Kino und Fitnessstudio - Ausnahme für Geboosterte

Ansonsten müssen auch Geimpfte und Genesene bei vielen Kultur-, Sport- und Freizeitaktivitäten weiterhin einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen: Ob Kino, Theater, Museum, Kegeln oder Fitnessstudio - in vielen Innenräumen gilt 2G plus.

Für Menschen, die vor mindestens 15 Tagen eine Auffrischungsimpfung bekommen haben, ist diese Testpflicht mittlerweile weggefallen. Frisch von Corona Genesene werden dabei allerdings vorerst nicht mit Geboosterten gleichgestellt.

Keine großen Einschränkungen beim Weihnachtsgottesdienst

Der Besuch von Gottesdiensten ist auch für Ungeimpfte möglich: Trotz der dramatischen Corona-Lage und des zu erwartenden großen Andrangs an Weihnachten wurden die Regeln für Gottesdienste in Bayern bisher nicht verschärft. Wird kein Impf-, Genesenen oder Testnachweis verlangt, müssen Besucher allerdings einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Menschen aus anderen Haushalten einhalten. Daraus ergibt sich dann auch die Teilnehmer-Obergrenze.

Immer mehr Kirchengemeinden setzen aber mittlerweile auf die 3G-Regel: Dann dürfen nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete in den Gottesdienst. In diesen Fällen dürfen die Kirchen sogar ohne Abstand gefüllt werden. Allerdings gilt dann grundsätzlich eine Maskenpflicht - auch am Sitzplatz.

Besuch im Pflegeheim zu Weihnachten: Test muss sein

Die Testpflicht bei 2G plus für Menschen, die vor mindestens 15 Tagen eine Auffrischungsimpfung erhielten, fällt in Bayern inzwischen zwar grundsätzlich weg, es gibt aber eine Ausnahme: den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. Wer also dort zu Weihnachten einen Besuch plant, braucht unabhängig vom Impfstatus in jedem Fall einen gültigen Test. Dabei darf ein Antigen-Test maximal 24 Stunden, ein PCR-Test 48 Stunden zurückliegen. Zudem muss eine FFP2-Maske getragen werden.

Wer bezahlt den Test?

Alle bayerischen Bürgerinnen und Bürger ohne Symptome haben unabhängig vom Impf- oder Genesenen-Status Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Antigen-Schnelltest pro Woche. Die Kosten hierfür trägt der Bund. Wer dagegen Symptome hat, sollte sich bei einem Arzt oder einer Ärztin mittels PCR-Test testen lassen. Die Kosten übernehmen nach wie vor die Krankenkassen.

Aber auch für Menschen ohne Symptome gibt es in einigen Fällen die Möglichkeit, einen kostenlosen PCR-Test vornehmen zu lassen. Dies gilt beispielsweise für Schwangere, für stillende Personen und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (hier muss allerdings ein ärztliches Zeugnis vorgelegt werden). Sie alle können sich in lokalen Testzentren gratis testen lassen, Schwangere dazu auch in Arztpraxen.

Auch Menschen, die in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen arbeiten, haben im Freistaat die Möglichkeit, kostenlose PCR-Tests durchführen zu lassen. Sie erhalten dafür von den Einrichtungen Berechtigungsscheine für lokale Testzentren. Wer vom Gesundheitsamt als enge Kontaktperson eingestuft wurde, hat ebenfalls Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test. Wenn die Corona-Warn-App rot zeigt, ist der PCR-Test auch kostenfrei.

Wo finde ich die Testzentren?

Auf der Website des Gesundheitsministerium gibt es eine Liste sämtlicher Testzentren samt Suchfunktion - unter dem Punkt "Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten".

Und an Silvester?

Feuerwerk in den Straßen, unbeschwerte Silvesterpartys - angesichts der Corona-Pandemie und der angespannten Lage auf den Intensivstationen wird es das auch heuer nicht geben. Bund und Länder haben sich erneut auf ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper geeinigt. Darüber hinaus gibt es ein Feuerwerksverbot auf "besonders publikumsträchtigen öffentlichen Plätzen".

An Silvester und am Neujahrstag sind Ansammlungen auf öffentlichen Straßen und Plätzen verboten: Zwischen dem 31. Dezember (15 Uhr) und dem 1. Januar (9 Uhr) herrscht "auf von den Gemeinden zu bestimmenden publikumsträchtigen Plätzen und ihrem weiteren Umfeld ein landesweites Verbot von Menschenansammlungen, die über zehn Personen hinausgehen". Über zehn Personen hinausgehende Menschenansammlungen hätten sich unverzüglich zu zerstreuen.

Ein kleines Zuckerl gibt es aber dann doch zum Jahreswechsel: Die vorgezogene Sperrstunde um 22 Uhr in der Gastronomie entfällt an Silvester.

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Noch wenige Tage bis Heiligabend und viele Kirchengemeinden sind mit den Nerven am Ende, denn die Kirchenleitungen machen kaum Vorschriften, wie Gottesdienste gefeiert werden sollen und überlassen die Verantwortung den Gemeinde vor Ort.

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