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Wie ist der aktuelle Stand bei den Corona-Impfungen in Bayern und in Deutschland?

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    Corona: Aktuelle Zahlen zur Impfung in Bayern

    Wie viele Menschen wurden bereits gegen Corona geimpft? Hier finden Sie aktuelle Zahlen zur Corona-Impfung in Bayern und Deutschland.

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    Von
    • Claudia Kohler
    • Michael Kreil
    • Steffen Kühne
    • Uli Köppen

    Am 27. Dezember 2020 erhielten die Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenheims im oberbayerischen Germering die ersten Corona-Impfungen. Hier zeigen wir die momentane Lage und wie sich die Anzahl der verabreichten Impfdosen in Bayern und Deutschland seit dem Impfstart entwickelt hat.

    Die Daten zu den verabreichten Impfdosen werden an jedem Werktag vom Robert Koch-Institut (RKI) bereitgestellt. Seit dem 18. Januar wird dabei auch unterschieden, ob es sich um eine erste oder eine zweite Impfdosis handelt.

    Sowohl beim Wirkstoff des Mainzer Unternehmens Biontech/Pfizer als auch bei dem am 7. Januar zugelassenen Impfstoff der US-Firma Moderna sind zwei Injektionen vorgesehen. Ursprünglich war dieser Abstand auf etwa drei bis vier Wochen festgelegt, wurde aber inzwischen auf sechs Wochen ausgeweitet. Bei dem Ende Januar zugelassenen Impfstoff des Herstellers Astrazeneca darf die Pause bis zu zwölf Wochen dauern. Der am 11. März zugelassene Impfstoff von Johnson & Johnson benötigt nur eine Injektion für eine vollständige Immunisierung.

    Neuer Corona-Kennwert: Die Impfquote

    Der Anteil der geimpften Personen an der Gesamtbevölkerung dürfte in Zukunft ein wichtiger Kennwert für die Corona-Politik werden. Das RKI spricht in diesem Zusammenhang von der "Impfquote". Bei einer Impfquote von mindestens 80 Prozent der Bevölkerung kann sich das Virus nicht mehr gut verbreiten.

    Von den Testpersonen, die im Zuge der Entwicklung der Impfstoffe immunisiert wurden, waren etwa 90 bis 95 Prozent zwei bis drei Wochen nach der vollständigen Immunisierung vor einer Erkrankung durch Covid-19 geschützt. Von Immunität kann im Zusammenhang mit den Impfungen also frühestens zwei Wochen nach der Gabe der voll immunisierenden Impfdosis gesprochen werden.

    Geht man davon aus, dass alle Menschen, die bisher eine erste Impfdosis bekamen, auch eine zweite erhalten, und nimmt die nach einer ersten Impfdosis vollständig Immunisierten mit hinzu, sieht der Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung aktuell so aus:

    Welche Rolle spielt der Anteil der Corona-Infizierten?

    Wie lange der Schutz durch die Corona-Impfung anhält, muss noch erforscht werden - Immunologen gehen davon aus, dass sie wie die Grippeimpfung in regelmäßigen Abständen wiederholt werden muss.

    Unklar ist weiterhin auch, inwieweit und wie lange Personen immun sind, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Dem RKI sind einige wenige Fälle von Reinfektionen bekannt. Hier gehen die Experten davon aus, dass die Immunität durch eine Infektion schwächer ausgeprägt ist als durch eine Immunisierung mit einem Impfstoff.

    Die folgende Grafik zeigt, welchen Anteil die gemeldeten Corona-Infizierten an der Gesamtbevölkerung ausmachen:

    Egal, wie Immunität erreicht wurde: Ebenfalls noch nicht eindeutig geklärt ist, ob der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung auch die Weitergabe des Virus an andere Menschen verhindern kann. Ein Impfstoff würde, so Virologen, aber wohl zumindest dazu beitragen, die Viruslast zu reduzieren.

    Über die Daten

    Die Daten zu den verabreichten Impfdosen in Impfzentren und von Impfteams werden vor Ort erhoben. Autorisierte Personen können diese über die Anwendung "Digitales Impfquotenmonitoring" (DIM) direkt ans Robert Koch-Institut (RKI) übertragen.

    Laut dem bayerischen Gesundheitsministerium lagen den Darstellungen des RKI bis zum 15. Juni die Daten in anonymisierter, aggregierter Form (Gesamtzahlen) zugrunde. Diese wurden täglich per Mail aus Bayern ans RKI gesendet. Seit dem 16. Juni verwendet das RKI nun die vollständigen pseudonymisierten Datensätze aus dem DIM.

    Im Zuge der Umstellung hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eine Datenbereinigung der bisherigen bayerischen Impfdaten durchgeführt. Dabei wurden rund 84.000 fehlerhafte Mehrfachmeldungen derselben Impfung erkannt und korrigiert. Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums erklärte: "Durch die Umstellung von anonymen Datensätzen auf pseudonymisierte Datensätze können fehlerhafte Mehrfachmeldungen derselben Impfung korrigiert werden. Solche Mehrfachmeldungen sind beispielsweise dadurch entstanden, dass das Impfzentrum einen fehlerhaften Datensatz absendet, dies bemerkt und den korrigierten Datensatz nochmal absendet."

    Die Daten der in Arztpraxen verabreichten Impfdosen werden täglich etwa an die Kassenärztliche Bundesvereinigungen gemeldet - dort werden sie aggregiert und anschließend dem RKI zur Verfügung gestellt. Alle Daten werden werktäglich bis zum Mittag aktualisiert.

    Zu Nachmeldungen sagt das RKI: "Es kann vorkommen, dass Meldungen einzelner Bundesländer vervollständigt oder korrigiert werden. In diesen Fällen wird die Tabelle nachträglich aktualisiert.“

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