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Corona: Aktuelle Zahlen zur Impfung in Bayern | BR24

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Wie ist der aktuelle Stand bei den Corona-Impfungen in Bayern?

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    Corona: Aktuelle Zahlen zur Impfung in Bayern

    Wie viele Menschen wurden bereits gegen Corona geimpft? Aus welchen Risikogruppen stammen die Menschen, die die Impfdosen bekommen? Hier finden Sie aktuelle Zahlen zur Corona-Impfung in Bayern.

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    Von
    • Claudia Kohler
    • Michael Kreil
    • Steffen Kühne
    • Uli Köppen

    Am 27. Dezember 2020 erhielten die Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenheims im oberbayerischen Germering die ersten Corona-Impfungen. Hier zeigen wir die momentane Lage und wie sich die Anzahl der verabreichten Impfdosen in Bayern seit dem Impfstart entwickelt hat:

    Die Daten zu den verabreichten Impfdosen werden an jedem Werktag vom Robert Koch-Institut (RKI) bereitgestellt. Aktuell wird noch nicht unterschieden, ob es sich um erste oder zweite Impfdosen handelt. Daher kann man derzeit aus der Statistik nur den Anteil der Menschen ablesen, die eine erste Impfdosis erhalten haben.

    Sowohl beim Wirkstoff des Mainzer Unternehmens Biontech/Pfizer als auch beim am 7. Januar zugelassenen Impfstoff der US-Firma Moderna sind zwei Injektionen vorgesehen, im Abstand von etwa drei bis vier Wochen.

    Neuer Corona-Kennwert: Die Impfquote

    Vor allem der Anteil "fertig geimpfter" Personen an der Gesamtbevölkerung dürfte in Zukunft ein wichtiger Kennwert für die Corona-Politik werden. Das RKI spricht in diesem Zusammenhang von der "Impfquote". Bei einer Impfquote von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung kann sich das Virus nicht mehr gut verbreiten.

    Von den Testpersonen, die im Zuge der Entwicklung der Impfstoffe immunisiert wurden, waren etwa 90 bis 95 Prozent zwei bis drei Wochen nach der zweiten Injektion vor einer Erkrankung durch Covid-19 geschützt. Von Immunität kann im Zusammenhang mit den Impfungen also frühestens zwei Wochen nach der Gabe der zweiten Impfdosis gesprochen werden.

    Geht man davon aus, dass alle Menschen, denen bisher eine erste Impfdosis verabreicht wurde, auch eine zweite erhalten werden, sieht der Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung aktuell so aus:

    Welche Rolle spielt der Anteil der Corona-Infizierten?

    Wie lange der Schutz durch die Corona-Impfung anhält, muss noch erforscht werden - Immunologen gehen davon aus, dass sie wie die Grippeimpfung in regelmäßigen Abständen wiederholt werden muss.

    Unklar ist weiterhin auch, inwieweit und wie lange Personen immun sind, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Dem RKI sind einige wenige Fälle von Reinfektionen bekannt. Hier gehen die Experten davon aus, dass die Immunität durch eine Infektion schwächer ausgeprägt ist als durch eine Immunisierung mit einem Impfstoff.

    Folgende Grafik zeigt, welchen Anteil die gemeldeten Corona-Infizierten an der Gesamtbevölkerung ausmachen:

    Egal, wie Immunität erreicht wurde: Ebenfalls noch nicht eindeutig geklärt ist, ob der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung auch die Weitergabe des Virus an andere Menschen verhindern kann. Ein Impfstoff würde, so Virologen, aber wohl zumindest dazu beitragen, die Viruslast zu reduzieren.

    Welche Gruppen werden wann geimpft?

    Nach der Empfehlung der ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat die Bundesregierung in ihrer Impfverordnung eine "Impfreihenfolge" festgelegt. Eingeteilt in drei Prioritätsstufen beschreibt diese, an wen die Impfdosen zuerst gehen sollen: Personen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe und Personen, die beruflich besonders exponiert sind oder die engen Kontakt zu Risikogruppen haben.

    In den Daten des RKI werden folgende Risikogruppen bzw. Impfgründe unterschieden:

    • Alter: Damit sind zuerst Menschen gemeint, die über 80 Jahre alt sind - später auch 60 bis 80-Jährige
    • Beruf: Dazu zählen vor allem Pflegekräfte und Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und Rettungsdiensten. Später auch Polizistinnen, Feuerwehrleute, Erzieher und Personal im Einzelhandel
    • Medizinische Gründe: Menschen mit Vorerkrankungen, etwa Demenz oder Krebs, Transplantationspatienten und Menschen mit Trisomie 21
    • Bewohner und Bewohnerinnen von Alten – und Pflegeheimen

    Wie genau die ersten Impfdosen auf die einzelnen Risikogruppen verteilt werden, entscheiden die einzelnen Bundesländer. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Verteilung in Bayern aktuell darstellt:

    In Bayern sowie den meisten anderen Bundesländern, wurden bisher vor allem die gefährdeten Berufsgruppen berücksichtigt. Zum Beispiel im Saarland waren es hingegen vermehrt Menschen, die aus Altersgründen eine Impfung erhielten.

    Über die Daten

    Die Anzahl der verabreichten Impfdosen wird von den Impfteams und den Impfzentren vor Ort erhoben und ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt. Die Daten werden werktäglich bis mittags aktualisiert.

    Aktuell wird noch nicht unterschieden, ob es sich um eine erste oder eine zweite Impfdosis handelt. Mitte Januar werden die ersten Personen ihre zweite Impfung erhalten.

    Die Zahlen der Impfdosen nach Gruppen können nicht zur Gesamtsumme der verabreichten Impfdosen addiert werden. Ein Dateneintrag kann mehreren Indikationen nach Empfehlung der ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) zugeordnet sein, da eine Person, die eine Impfdosis verabreicht bekam, in mehrere Risikogruppen eingeordnet werden kann. Auch Einträge ohne Zuordnung kommen vor.

    Zu Nachmeldungen sagt das RKI: "Es kann vorkommen, dass Meldungen einzelner Bundesländer vervollständigt oder korrigiert werden. In diesen Fällen wird die Tabelle nachträglich aktualisiert.“"

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