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Corona-Studie: Schul- und Kita-Öffnungen in München waren sicher | BR24

© picture alliance/SvenSimon

Eltern bringen in der Münchner Innenstadt ihre Kinder zur Schule (Symbolbild).

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    Corona-Studie: Schul- und Kita-Öffnungen in München waren sicher

    Nach dem Corona-Lockdown testeten Forscher fünf Wochen lang Kinder sowie Lehrer und Betreuer in Grundschulen und Kindertagesstätten auf das Virus. Bei den mehr als 1.000 Tests fanden sie keine infizierte Person. Welchen Schluss sie daraus ziehen.

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    Die schrittweise Öffnung der Münchner Kindertagesstätten und Grundschulen nach dem Corona-Lockdown war sicher. Zu diesem Ergebnis kommt das Forscher-Team der sogenannten Virenwächter-Studie. Seit Ende der Pfingstferien untersuchten Infektiologen des Haunerschen Kinderspitals sowie Experten vom Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Kinder und deren Lehrer oder Betreuer an zufällig ausgewählten Grundschulen und Kindertagesstätten in der bayerischen Landeshauptstadt auf mögliche Ansteckungen mit dem Coronavirus.

    Das Ziel war, bei der Wiedereröffnung der Schulen und Kitas nach den Pfingstferien mögliche Corona-Infektionen möglichst rasch zu erkennen – und somit Eltern und Betreuern ein gewisses Maß an Sicherheit zu vermitteln, wie die Forscher in einer Mitteilung schreiben.

    Das Ergebnis der Untersuchungen

    Die Untersuchungen liefen über fünf Wochen, nun wurde das Ergebnis veröffentlicht: Keine der getesteten Personen hatte sich mit dem Virus infiziert. Die Haupterkenntnis fasst Studienleiter Ulrich von Both so zusammen: "Da es in diesen fünf Wochen bei wöchentlicher Testung keinen einzigen positiven Fall gab, können wir weiter keinen Anhaltspunkt dafür entdecken, dass Kinder zu den Hauptüberträgern des neuartigen Coronavirus zählen." Das Forscherteam aus München liefert damit einen weiteren Baustein, um die Frage zu klären, welches Risiko Kinder generell haben, sich anzustecken, bzw. ob sie das Virus im besonderen Maße weiterverbreiten.

    So lief die Virenwächter-Studie ab

    Für die Studie wurden zwischen dem 22. Juni 2020 und Ende Juli in zehn Einrichtungen pro Woche nach dem Zufallsprinzip 20 Kinder und fünf Lehrer bzw. Erzieher auf das Virus getestet. "Die Wochen bis zum Beginn der Sommerferien boten zudem einen idealen Untersuchungszeitraum, um Daten zu erheben, die als Grundlage für die Planungen des folgenden Schul- und Kindergartenjahrs nach der Sommerpause dienen", sagt Martin Hoch vom LGL. Insgesamt kamen in der Zeit Proben von 1.000 Kindern im Alter von einem Jahr bis zehn Jahren sowie von 250 Lehrern und Erziehern zusammen.

    Wie es nun in Bayern weitergeht

    Aus der Virenwächter-Studie lassen sich zudem wertvolle Erkenntnisse für weitere Untersuchungen gewinnen, so die Forscher. Zum Beispiel, wie die Abläufe bei der Probenentnahme bei Kindern organisiert werden müssen. Aber auch zur Logistik in den Schulen und Kitas sowie zu Transport- und Kommunikationswegen mit dem Studienlabor. Diese Informationen lassen sich wiederum in anderen Studien nutzen. Aufgrund der positiven Resonanz seitens der teilnehmenden Einrichtungen und Eltern wird außerdem geprüft, ob das Projekt zum Schulstart im September fortgeführt werden kann – und so Kinder und deren Lehrer und Betreuer zum Neustart nach den Sommerferien an Münchner Grundschulen und Kitas weiter getestet werden können.

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