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Ein Mann führt bei der Durchführung eines Corona-Selbsttests von den Tupfer mit seinem Nasenabstrich in ein Plastikröhrchen.

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Wie funktionieren die Corona-Selbsttests für Laien?

Seit 8. März gibt es Corona-Selbsttests auch im Einzelhandel zu kaufen. Damit können sich auch Laien daheim einfach auf eine Infektion mit dem Virus testen. Wichtig ist allerdings, dass der Test korrekt durchgeführt wird.

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Von
  • Jan-Claudius Hanika

Seit dem 24. Februar sind sogenannte Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung in Deutschland zugelassen. Mittlerweile sind die Schnelltests bei diversen Einzelhandelsketten im freien Verkauf erhältlich.

Welche Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung in Deutschland zugelassen sind, ist auf einer Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nachzulesen, die laufend aktualisiert wird.

Corona-Selbsttests sind Antigentests

Die Corona-Selbsttests sind Antigentests, so wie auch die Schnelltests, die seit Monaten in Deutschland zum Einsatz kommen. Bei den bisher genutzten Schnelltests muss allerdings als Probe ein Abstrich aus dem tiefen Nasen-Rachen-Raum genommen werden. Das ist unangenehm und mit einem gewissen Verletzungsrisiko verbunden - und wenn der Abstrich nicht fachgerecht genommen wird, kann die Probe wertlos sein. Der Test ist dann möglicherweise negativ, obwohl die oder der Getestete eine große Menge Viren in den Atemwegen hat. Antigen-Schnelltests durfte daher bisher nur ausgebildetes medizinisches Fachpersonal vornehmen.

Beim Selbsttest reicht eine Probe aus den Nasenlöchern

Bei den Schnelltests für Laien reicht hingegen auch eine Probe aus den Nasenlöchern. Ein Abstrichstäbchen wird dazu in Drehbewegungen über die Schleimhaut gestrichen, um Schleim und Zellen aufzunehmen. Die Auswertung der Probe verläuft dann wie bei anderen Antigen-Tests auch.

Bei einem der ersten zugelassenen Tests, dem "Clinitest Covid-19 Antigen Self-Test" von Siemens Healthineers zum Beispiel wird die Probe mit einer Reagenzflüssigkeit vermischt. Dabei löst sich ein spezielles Protein des Virus SARS-CoV-2 aus dessen Oberfläche. Die Flüssigkeit wird anschließend in eine Kassette getropft, in der sich ein Teststreifen befindet. Nach 15 Minuten ist die Flüssigkeit bis zu einem Sichtfeld gewandert. Dort erscheinen dann ein Strich oder mehrere Striche und zeigen das Ergebnis an.

Je nach Position und Anzahl der Striche liegt ein positives oder ein negatives Testergebnis vor. Oder bei der Durchführung des Tests wurde etwas falsch gemacht und er muss wiederholt werden.

Selbsttest nur genau nach Gebrauchsanweisung

Antigen-Tests für Laien sind einfacher zu handhaben als die bisher eingesetzten Schnelltests, deren Anwendung Fachkräften vorbehalten war. Trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, dabei etwas falsch zu machen. Daher ist es unerlässlich, sich an die Gebrauchsanweisung zu halten, die den Selbsttests beiliegt. Dort sind auch Hinweise zu finden, wie man sich je nach Testergebnis verhalten soll. Denn ein negatives Testergebnis ist lediglich eine Momentaufnahme, nur einige Stunden gültig und kein Ausschluss einer Coronavirus-Infektion.

"Generell sind Antigen-Tests weniger sensitiv als der PCR-Test, es ist also eine größere Virusmenge notwendig, damit ein Antigen-Test ein positives Ergebnis zeigt. Das bedeutet, dass ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht ausschließt." Bundesgesundheitsministerium, Coronatests in Deutschland

Bei einem positiven Ergebnis eines Selbsttests ist hingegen eine sofortige Selbstisolation notwendig und das Ergebnis muss mit einem PCR-Test nachgeprüft werden.

Genauere Informationen für diesen Fall finden Sie hier beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

© Bayerischer Rundfunk
Bildrechte: Gerd Antes

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