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Corona-Knigge: Fünf Tipps zum Umgang mit Maskenmuffeln & Co.

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Corona-Knigge: Fünf Tipps zum Umgang mit Maskenmuffeln & Co.

Ob im Zug oder im Supermarkt: Die Corona-Hygienevorschriften sorgen vielerorts für Streit und Diskussionen. Mal hängt die Maske unter der Nase, mal kommen sich die Leute zu nahe. Soll man etwas sagen? Und wenn ja – wie? Ein Konflikt-Coach gibt Tipps.

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Diese Situationen kennt jeder: Im Bus sitzt jemand neben uns, der die Maske unter dem Kinn trägt. Im Supermarkt an der Kasse hustet einem der Hintermann direkt ins Genick. Im privaten Umfeld wollen Verwandte oder Freunde eine Umarmung mit dem Hinweis: "Wir haben ja nix, gell?"

Keine Maske, kein Abstand: Wie verhalte ich mich richtig?

Weil die Corona-Infektionszahlen wieder steigen und Experten vor einer zweiten Welle warnen, sorgt solch laxes Verhalten für Ärger und auch für Angst. Wie aber soll man reagieren auf Abstandsmuffel, die die Hygienevorschriften nicht so eng sehen oder auf Maskenverweigerer, die absichtlich provozieren? Was darf ich, was kann ich oder was soll ich sagen? Und wann sagt man lieber nichts?

Der Neubiberger Rettungsassistent und Konflikt-Coach Benedikt Knoche hat fünf praktische Tipps:

1. Immer sachlich bleiben

Wer sein Gegenüber auf geltende Hygiene-Auflagen ansprechen möchte, sollte dies stets sachlich tun und als Ich-Botschaft formulieren, rät der Coach. Zum Beispiel: "Mir ist aufgefallen, dass Sie Ihre Maske nicht tragen. Haben Sie das vergessen? Können Sie sie bitte aufsetzen?" So hat der Ermahnte immer noch die Chance, sich zu rechtfertigen.

2. Bloß keine Vorwürfe

Emotionen und Vorwürfe sollte man unbedingt vermeiden, sonst ist der Ermahnte sofort in die Defensive gedrängt. "Das Gegenüber hat dann keine große Chance mehr, anders zu reagieren als sich zu verteidigen und das passiert oftmals im Angriffsmodus", erklärt Knoche.

3. Unterstützung holen

Wenn die Person aggressiv reagiert, empfiehlt Knoche, sich Beistand von anderen zu holen. "Das signalisiert dem Gegenüber: Es ist mehreren Leuten wichtig, dass er die Maske wieder aufzieht." Der Coach rät, dabei Umstehende aktiv um Hilfe zu bitten. Zum Beispiel so: "Entschuldigen Sie, sehen Sie das nicht auch so?" Oder: "Ich fühle mich hier bedroht. Können Sie mir bitte helfen?"

4. Gehen, bevor es eskaliert

Schaukelt sich die Diskussion zu sehr hoch, sollte man auf seinen Eigenschutz achten und die Situation verlassen. Manchmal gebe es vorher deutliche Anzeichen, dass die Stimmung zu kippen droht, so Knoche: "Oftmals verändert sich die Körperspannung, mein Gegenüber bäumt sich auf und macht sich größer, spricht lauter."

5. Ehrlich sein zu Familie und Freunden

Im familiären Umfeld oder Freundeskreis verhält es sich anders. Hier könne man seine Gefühle zum Ausdruck bringen, so Knoche. "Hier darf ich darauf hoffen, dass ich sagen kann, was in mir vorgeht. Beispielsweise dass ich Angst habe, meine Oma zu umarmen, weil ich sie nicht anstecken möchte."

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