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Hier wird eine Blutprobe auf Antikörper getestet. (Archivbild)

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    Sinkende Zahl von Corona-Antikörpern dämpft Impfstoff-Hoffnung

    Neue Untersuchungen von genesenen Covid-19-Patienten deuten nicht auf eine lang anhaltende Immunität gegen Corona hin. Damit stellt sich auch die Frage, ob und wie lange eine mögliche Corona-Impfung wirksam wäre.

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    • BR24 Redaktion

    Haben genesene Covid-19-Patienten Antikörper im Blut, die sie immun gegen eine neuerliche Erkrankung machen? Diese Frage stellt eine Untersuchung der Schwabinger Klinik in München. Dafür wurden Bluttests bei den ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in München behandelt wurden, durchgeführt.

    Tests deuten nicht auf längere Immunität gegen Corona hin

    Das Ergebnis dämpft nicht nur die Hoffnung auf eine lang anhaltende Immunität gegen das Coronavirus, sondern zugleich auch auf eine lange Wirksamkeit einer möglichen Impfung gegen Corona. Derzeit läuft weltweit die Forschung nach einem Impfstoff gegen Corona auf Hochtouren, erste Tests an Probanden wurden bereits durchgeführt.

    Die durchgeführten Tests zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut, berichtete Clemens Wendtner, Chefarzt im Krankenhaus Schwabing. "Bei vier der neun Patienten sehen wir sinkende neutralisierende Antikörper in einem sehr speziellen Test, der nur in einem Hochsicherheitslabor erfolgen kann", sagte Wendtner. "Inwieweit dies Auswirkungen für die Langzeitimmunität und die Impfstrategien hat, ist derzeit noch spekulativ, muss aber im weiteren Verlauf kritisch beobachtet werden." Es deute aber darauf hin, dass nach durchgemachter Krankheit eine Neuansteckung möglich sei. Dies müsse weiter beobachtet werden, sagte Wendtner.

    Erkenntnisse decken sich mit anderen Studienergebnissen

    Für die Langzeitimmunität sei neben der sogenannten B-Zell-assoziierten über Antikörper gemessenen Immunität auch die sogenannte T-Zell-Immunität relevant. Wenn Patienten neutralisierende Antikörper verlören, könne diese eventuell einen Schutz geben, so Wendtner. T-Lymphozyten können virusinfizierte Zellen gezielt abtöten, wenn sie zuvor ihren Gegner einmal kennengelernt haben.

    Wendtners Erkenntnisse reihen sich ein in Erfahrungen anderer Wissenschaftler und Studienergebnisse. Chinesische Forscher berichteten im Fachblatt "Nature Medicine", dass die Antikörper nach zwei Monaten vor allem bei Patienten mit symptomfreiem Verlauf stark zurückgingen, aber auch bei tatsächlich erkrankten Patienten fielen die Werte deutlich. Patienten mit wenig Symptomen hatten zudem weniger Antikörper und somit eine schwächere Immunantwort entwickelt.

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