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Coburg: Bambus für bedrohte Braunkehlchen | BR24

© LBV-Bildarchiv/Andreas Hartl

Das früher im Coburger Land weit verbreitete Braunkehlchen ist heute vom Aussterben bedroht.

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    Coburg: Bambus für bedrohte Braunkehlchen

    Bambusstäbe im Kampf gegen das Aussterben: Damit sich Braunkehlchen stärker vermehren, stellt der Landesbund für Vogelschutz (LBV) im Landkreis Coburg Bambusstäbe in der Natur auf. Dadurch würden sich die Vögel sicherer fühlen.

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    Braunkehlchen leben bevorzugt auf Wiesen, auf denen hohe Pflanzenstängel wachsen. Denn von dort aus können sie das Gebiet überblicken. Weil heutzutage viele Wiesen zu gleichförmig sind, stellt der LBV im Landkreis Coburg bereits seit Mitte April im Itzgrund und dem Meederer Rieth rund 1.100 Bambusstäbe auf.

    Bambusstäbe zeigen erste Erfolge

    Die Stäbe bieten den Braunkehlchen die sogenannten Sitzwarten. Ein ähnliches Projekt mit Bambusstäben wurde in Kulmbach bereits vor mehreren Jahren erfolgreich gestartet. Auch die Rettungsaktion im Landkreis Coburg trägt bereits erste Früchte. Es seien schon viele Braunkehlchen zu beobachten, die auf den Bambusstäben sitzen und von dort aus auf Nahrungssuche gehen, so LBV-Gebietsbetreuer Christian Fischer.

    Braunkehlchen sollen nicht nur Zwischenstopp in Coburg machen

    Braunkehlchen gehören zu den Zugvögeln und waren in der Region Coburg einst weit verbreitet. Wenn sie im April auf ihrem Weg von Afrika in ihre europäischen Brutgebiete zurückkehren, fliegen viele von ihnen nur noch durch den Landkreis Coburg hindurch, so der Verband. Nur wenige Flächen werden noch von Brutpaaren besiedelt. Die neue Bambus-Methode soll dies nun ändern.

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