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Das Fest der Liebenden: Woher kommt der Valentinstag? | BR24

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Warum feiern wir den Valentinstag?

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    Das Fest der Liebenden: Woher kommt der Valentinstag?

    Die einzige Zeit, in der Männer mehr Blumen kaufen als Frauen: Am Valentinstag. Alle Jahre wieder brummen am 14. Februar die Geschäfte der Blumenhändler. Aber warum feiern wir den Valentinstag überhaupt und wie entstand der Brauch?

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    Von
    • Marlene Riederer

    Blumen, Geschenke, Liebesbriefe - das gehört für viele Paare zum 14. Februar dazu. Doch woher kommt der Valentinstag? Ist es wirklich ein romantischer Tag oder reine Geschäftemacherei? Letzteres meint zumindest ein landläufiges Gerücht, das besagt, dass Floristen den Tag ins Leben gerufen hätten. Mit dem Ursprung des Valentinstags ist es kompliziert. Zwar beruft man sich auf den heiligen Valentin, aber welche historische Gestalt sich genau dahinter verbirgt, lässt sich wohl nie herausfinden.

    Wer war der heilige Valentin?

    Namensgeber für den Valentinstag scheint der heilige Valentin aus Rom zu sein, der Schutzpatron der Liebenden. Valentin lebte im 3. Jahrhundert in Rom und traute Liebespaare nach christlichem Ritus, obwohl Kaiser Claudius II. das verboten hatte. Die Ehen dieser Paare standen der Überlieferung nach unter einem besonders guten Stern. Valentin von Rom soll den Paaren auch Blumen aus seinem Garten übergeben haben. Auf Befehl des Kaisers wurde Valentin am 14. Februar 269 enthauptet.

    © picture-alliance / akg

    Holzschnitt vom heiligen Valentin

    Ursprünglich war der 14. Februar ein Gedenktag an den heiligen Valentin, den Papst Gelasius I. 469 für die Kirche eingeführt hatte. 1969 wurde der Tag aber aus dem römischen Generalkalender gestrichen, weil die Person des Valentins historisch nicht belegt werden kann. Inzwischen entdeckt die Kirche den Valentinstag aber wieder für sich und nimmt den 14. Februar zum Anlass für besondere Segnungsgottesdienste.

    Wie verbreitete sich der Valentinsbrauch?

    Ab dem 15. Jahrhundert wurden in England sogenannte "Valentinspaare" gebildet, die sich gegenseitig kleine Geschenke oder Gedichte schickten. Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die Vereinigten Staaten, und so kam er durch US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg in den westlichen Teil Deutschlands.

    1950 kommt der Brauch in Deutschland an

    1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten "Valentinsball". Von da an verbreiteten sich die Bräuche des Valentinstags über ganz Deutschland. Allgemein bekannt wurde der "Valentinstag" in den Wirtschaftswunderjahren der Bundesrepublik durch die verstärkt eingesetzte Werbung der Blumenbranche.

    Zeichen der Liebe oder Konsum?

    Der Tag der Liebenden - oder doch eher der Tag der Einzelhändler? Der Handel verspricht sich - wie jedes Jahr - vom Valentinstag ein Milliardengeschäft, auch wenn die Vertriebswege in diesem Jahr wegen Corona andere sind - zum Beispiel Click & Collect oder Online-Bestellungen. Laut einer repräsentativen Umfrage von Simon-Kucher & Partners werden in diesem Jahr Dreiviertel aller Befragten am Valentinstag Geschenke machen. Dafür wollen sie genauso wie im Jahr zuvor im Schnitt 50 Euro - oder sogar mehr - ausgeben. Die meisten wollen ihre Partner mit einem selbstgemachten Essen überraschen (27 Prozent) - Restaurantbesuche fallen ja heuer flach. Gleich danach kommt der obligartorische Blumenstrauß (25 Prozent) und Süßigkeiten, Parfum etc. mit 20 Prozent.

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