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Bahn erwägt Verkauf von Arriva | BR24

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Arriva, Wales

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    Bahn erwägt Verkauf von Arriva

    Unpünktliche Züge, ein marodes Schienennetz, Geldsorgen und Dauerprobleme im Güterverkehr. Die Liste ist lang, die Bahn-Chef Richard Lutz abarbeiten muss.Die Bundesregierung macht Druck und erwartet Vorschläge. Eine Idee wäre der Verkauf von Arriva.

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    Um die vier Milliarden Euro könnte die Bahn AG mit dem Verkauf von Arriva erlösen. Kurzfristig könnte Bahnchef Lutz die Kosten für die dringend notwendige Modernisierung in den nächsten zwei Jahren damit aufbringen, ohne den Bund erneut damit zu belasten. Der britische Arriva-Konzern ist in 14 Ländern mit Bussen und Nahverkehrszügen tätig, mit 60.000 Beschäftigten, einem Umsatz von 4,8 Milliarden Euro und macht Gewinn.

    Bundesregierung gegen Verkauf

    Bundesverkehrsminister Scheuer hält wenig davon, dass die Bahn gewinnbringende Tochterfirmen jetzt verkauft, deren Erträge anschließend fehlen würden. Aufsichtsratsvize Alexander Kirchner von der Gewerkschaft EVG gibt zu bedenken, dass möglicherweise Bundesfinanzminister Scholz den Verkaufserlös einstreichen will. Damit wäre der Bahn AG selbst nicht geholfen. Noch schlimmer wäre es für sie, wenn durch den Verkauf zusätzliche Konkurrenz auf dem Heimatmarkt entstünde. Das könnte passieren, wenn etwa die französische Staatsbahn SNCF Arriva übernimmt und danach in Deutschland investiert. Genauso wie es Arriva in anderen Ländern macht.

    Sendung

    B5 Wirtschaft und Börse

    Autor
    • Felix Lincke
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